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Hildesheim: Verkehrskontrollen in Goslar

Die Polizei deckte viele Verstöße auf, darunter ungenügende Ladungssicherung und fehlender Versicherungsschutz bei E-Scootern.

Kontrolle E-Scooter
Foto: Presseportal.de

Goslar (ost)

Verkehrssicherheitskontrollen der Polizei im Stadtgebiet Goslar deckten am Dienstag eine Vielzahl von Verstößen auf.

Zwischen 10 und 14 Uhr wurde der Gewerbliche Güter- und Personenkraftverkehr überprüft. Hierbei stellten die Einsatzkräfte in drei Fällen ungenügende Ladungssicherung fest. Zwei Kraftfahrer waren zu schnell unterwegs, zwei hatten den Gurt nicht angelegt. Ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Hildesheim fuhr mit einem Auto ohne die erforderliche Begleitperson. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt und ein Strafverfahren eingeleitet. Zudem ergab sich bei der Kontrolle eines Firmenfahrzeugs der Verdacht der illegalen Beschäftigung. Auch hier wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bei einer weiteren Kontrolle standen insbesondere elektronische Kleinstfahrzeuge hinsichtlich der Verkehrstüchtigkeit sowie des Versicherungsschutzes im Fokus. 74 sogenannte E-Scooter, fünf Mofa und acht Fahrräder wurden zwischen 13 und 18 Uhr unter die Lupe genommen und diverse Verstöße registriert. Achtmal bestand kein Versicherungsschutz, so dass Strafverfahren nach dem Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet werden mussten. Gegen einen 30-jährigen E-Scooter Fahrer wird in zwei Strafverfahren ermittelt, da der Mann unter Einfluss berauschender Mittel stand und sein Fahrzeug nicht versichert war.

Ein weiterer E-Scooter war mit offensichtlich erhöhter Geschwindigkeit unterwegs, so dass der dringende Verdacht der technischen Manipulation bestand. Das Fahrzeug wurde in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft für eine technische Begutachtung sichergestellt und gegen den 15-jährigen Fahrer Strafverfahren eingeleitet.

„Technische Manipulationen ziehen nicht nur Strafverfahren nach sich, sie sind auch äußerst riskant, denn die Bremsen sind für höhere Geschwindigkeiten gar nicht ausgelegt“, weist Polizeikommissar Nils Hardt auf die Gefahren hin. „Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von E-Scootern ist auf 20 Km/h begrenzt. Wer schneller unterwegs ist, benötigt also eine Fahrerlaubnis und muss einen Helm tragen. Außerdem erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs“, führt der Einsatzleiter weiter aus.

Bei den präventiven Aufklärungsgesprächen während der Kontrollen wurde deutlich, dass vielen der jugendlichen Fahrerinnen und Fahrern offensichtlich nicht bewusst ist, dass ihr Fehlverhalten durchaus Auswirkungen für den Antrag einer Fahrerlaubnis haben kann, wenn die Führerscheinbehörde frühere verkehrsrechtliche Vergehen in die Eignungsprüfung mit einbezieht.

Die Einsatzkräfte nahmen während der Kontrollen insbesondere die positive Resonanz aus der Bevölkerung wahr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon hatten 32.471 Unfälle Personenschäden, was 15,34% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen gemeldet, was 0,79% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle betrugen 173.330 Fälle, was 81,86% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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