Eine junge Frau wurde Opfer eines Hacks, bei dem Codes abgefangen wurden. Die Polizei ermittelt wegen Betrugs und gibt Sicherheitshinweise.
Instagram-Betrugswarnung in Nienburg

Nienburg (ost)
(KEM) Es wird vor einer betrügerischen Masche in sozialen Netzwerken gewarnt, der am Montagabend eine junge Frau aus Nienburg zum Opfer fiel.
Am 31. August 2026 wurde die Betroffene zwischen 18:18 Uhr und 18:30 Uhr über den Instagram-Account eines Bekannten kontaktiert. Der vermeintliche Bekannte bat um die Weitergabe eines Zugriffscodes, da er angeblich keinen Zugriff mehr auf sein eigenes Profil hatte. Im weiteren Verlauf des Gesprächs leitete die Betroffene arglos mehrere Sicherheitscodes weiter, die sie per SMS auf ihr Handy erhalten hatte. Kurz darauf folgte das böse Erwachen: Per SMS erhielt die Betroffene Bestätigungen über mehrere Zahlungen an Sony.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen Betrugs eingeleitet. Offenbar war der Account des Bekannten zuvor gehackt worden.
Wichtige Sicherheitshinweise der Polizei:
Geben Sie niemals Codes weiter: Übermitteln Sie niemals vorschnell Einmalpasswörter, 2-Faktor-Authentifizierungscodes oder Bestätigungs-SMS an andere Personen – auch nicht, wenn die Nachricht angeblich von Freunden oder Verwandten stammt.
Wechseln Sie den Kommunikationskanal: Wenn Sie von Bekannten um Geld, Guthabencodes oder Sicherheitscodes gebeten werden, kontaktieren Sie die betreffende Person am besten telefonisch oder persönlich über einen anderen Weg (z. B. per Anruf oder Messenger), um die Anfrage zu überprüfen.
Sichern Sie Ihre Accounts: Verwenden Sie starke Passwörter und aktivieren Sie – wo möglich – die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihre eigenen Konten.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 auf 5070. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3226 auf 3422, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2212 auf 2310 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1014 auf 1112 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 788 auf 950. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 12.917 | 13.218 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.662 | 5.070 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.226 | 3.422 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.212 | 2.310 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.014 | 1.112 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 788 | 950 |
Quelle: Bundeskriminalamt








