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Kassel: 19-Jähriger gibt sich im ICE als Polizeibeamter aus

Ein 19-jähriger Deutscher gab sich während einer Fahrkartenkontrolle im ICE als Polizeibeamter aus, um eine kostenlose Beförderung zu erhalten. Bundespolizisten nahmen den Mann nach einer kurzen Verfolgung fest und beschlagnahmten die Uniformteile.

Foto: unsplash

Hannover (ost)

Während einer Ticketkontrolle im ICE gab sich ein 19-jähriger Deutscher als Polizist aus und hoffte so auf eine kostenlose Fahrt. Der Zugbegleiter hatte berechtigte Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit und alarmierte die Bundespolizei. Die Beamten nahmen den Mann nach einer kurzen Verfolgung fest und konfiszierten die Uniformteile.

Der 19-Jährige, der Teile einer Polizeiuniform trug, fuhr am Samstagabend im ICE vom Hauptbahnhof Kassel zum Hauptbahnhof Berlin. Die üblichen polizeilichen Ausrüstungsgegenstände hatte der junge Mann jedoch nicht dabei.

Aufgrund von widersprüchlichen Angaben während der Ticketkontrolle zweifelte der Zugbegleiter an der Echtheit der Uniform und informierte die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion Hannover über seinen Verdacht. Eine Streife der Bundespolizei erreichte daraufhin den Bahnhof Hannover-Messe/Laatzen und begab sich zum ICE.

Als die Beamten ankamen, versuchte der 19-Jährige zu fliehen und rannte in Richtung Stadtgebiet. Nach einer kurzen Verfolgung gelang es den Beamten mit Hilfe eines Passanten, den Flüchtigen zu stoppen und vorläufig festzunehmen. Anschließend wurde der Beschuldigte zur weiteren polizeilichen Bearbeitung zur Polizeiwache Laatzen gebracht.

Die Polizeiuniform (Diensthose und -hemd mit Hoheitsabzeichen) wurde von den Bundespolizisten beschlagnahmt. Gegen den falschen Polizisten wurden Ermittlungsverfahren wegen Betrugs, Amtsanmaßung sowie des Missbrauchs von Dienstabzeichen und Berufsbezeichnungen eingeleitet. Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der Wache entlassen.

Quelle: Presseportal

nf24