Eine konzertierte Aktion zur Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität fand gestern im Dreiländereck statt, mit zahlreichen Sicherheitsbehörden und erfolgreichen Kontrollen.
Landkreis Emsland: Grenzkontrollen entlang deutsch-niederländischer Grenze

Osnabrück/Bad Bentheim (ost)
Am gestrigen Tag (05.03.26) fand eine koordinierte Aktion unter Leitung der niederländischen Sicherheitsbehörden gemeinsam mit deutschen Partnerbehörden im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen statt. Neben der Präsenz zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung in der Grenzregion lag der Fokus insbesondere auf der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität. Dies umfasste unter anderem Delikte im Bereich Drogenkriminalität, Kfz-Delikte, Urkundenfälschung, Eigentumsdelikte, Schleusungskriminalität und Schmuggel. An der Kontrollaktion beteiligten sich neben den niederländischen Zollbehörden, der Koninklijken Marrechaussee und der Politie auch das Grenzüberschreitende Polizeiteam (GPT) aus Bad Bentheim, die Polizeidirektion Osnabrück, die Bundespolizeiinspektionen Kleve und Bad Bentheim, die Kreispolizeibehörde Borken, die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim sowie der deutsche Zoll und die Hauptzollämter aus Osnabrück und Münster.
Während der zahlreichen mobilen und stationären Kontrollen entlang der Grenze konnten beispielsweise am Schüttorfer Kreuz (A30/A31) geringe Mengen Amphetamine und Marihuana sowie ein Einhandmesser und ein nicht zugelassenes Pfefferspray sichergestellt werden. Weitere Kontrollen in den Niederlanden führten zu 15 Fällen von Marihuana, Crack und Crystal Meth. Auch in den Zügen wurden Drogen gefunden. Die niederländischen Behörden beschlagnahmten zudem acht Fahrzeuge, hauptsächlich aufgrund hoher Steuerschulden. Eine Person wurde festgenommen, da sie verdächtigt wird, ein Fahrzeug gestohlen zu haben. Darüber hinaus wurden geringe Mengen illegaler Zigaretten und Feuerwerkskörper von den Beamten sichergestellt. Insgesamt wurden 19 Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol standen. Gegen sie wurden strafrechtliche oder ordnungswidrige Maßnahmen eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 haben sich nur geringfügig verändert. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 33.839 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wovon 26.376 männlich und 3.924 weiblich waren. Darunter waren 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. Darunter waren 8.584 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








