Ein 23-jähriger Mann wurde nach intensiven Ermittlungen in mindestens drei Fällen festgenommen. Er bedrohte Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld.
Landkreis Emsland: Verhaftung nach räuberischer Erpressung mit Schusswaffe

Spahnharrenstätte/Esterwegen/Werpeloh (ost)
Bereits am vergangenen Donnerstag konnte ein 23-jähriger Mann aus Werlte nach intensiven Ermittlungen als Beschuldigter in mindestens drei Fällen wegen Schwerer Räuberischer Erpressung festgenommen werden. Wie wir und die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta berichteten kam es im Zeitraum vom 17.12.2025 bis zum 16.01.2026 zu insgesamt sechs Taten in Friesoythe, Spahnharrenstätte, Esterwegen, Werpeloh, Bevern und Lastrup. Der Täter ging dabei nach dem gleichen Muster vor: Er bedrohte Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. In drei Fällen blieb es bei dem Versuch. Die konzentrierten Ermittlungen der Polizeibeamten aus Papenburg führten letztendlich zu dem 23-Jährigen und einer Durchsuchung seiner Wohnanschrift, an der man weitere Beweise sichern konnte. Der zunächst vorläufig Festgenommene wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück noch am Folgetag einer Richterin am Amtsgericht Meppen vorgeführt. Diese ordnete die Untersuchungshaft wegen der Taten in Werpeloh, Esterwegen und Spahnharrenstätte an. „Dieser Ermittlungserfolg ist das Ergebnis konsequenter Polizeiarbeit. Dank der engen Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte konnten wir eine Serie schwerer Straftaten aufklären und weiteren Taten frühzeitig entgegenwirken. Mein Dank gilt allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen“ meint Germar Kwant, Leiter des Polizeikommissariats Papenburg. „Die Verhaftung ist das Ergebnis einer Kombination aus polizeilicher Ermittlungsarbeit und konsequenter Nutzung digitaler Beweismittel. Die weiteren Ermittlungen müssen nun zeigen, ob sich auch hinsichtlich der übrigen drei Raubstraftaten der Serie ein hinreichender Tatverdacht gegen den Beschuldigten begründen lässt“, sagte Oberstaatsanwalt Dr. Alexander Retemeyer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Räuberieraten in Niedersachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 3370 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 4234 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2265 auf 2839. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 2903 auf 3420, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2625 auf 3115 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 278 auf 305. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1144 auf 1459. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.370 | 4.234 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.265 | 2.839 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.903 | 3.420 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.625 | 3.115 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 278 | 305 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.144 | 1.459 |
Quelle: Bundeskriminalamt








