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Landkreis Goslar: Betrugsmasche “Call ID Spoofing”

Kriminelle nutzen manipulierte Rufnummern, um Opfer zu täuschen. Polizei warnt vor Geldverlust durch gefälschte Anrufe.

Foto: unsplash

Goslar (ost)

Eine weitverbreitete Betrugsmasche ist das sogenannte “Call ID Spoofing”, also das Verwenden von manipulierten Rufnummern, bei der Kriminelle bekannte oder offizielle Telefonnummern von Geldinstituten oder Behörden vortäuschen, um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen und Seriosität vorzutäuschen. Tatsächlich erfolgen derartige Anrufe täglich tausendfach aus kriminellen Call-Centern, die im Ausland ansässig sind.

So erging es im Frühjahr auch einem 69-jährigen Mann aus dem Landkreis Goslar, der von einer Rufnummer seiner vermeintlichen Hausbank angerufen wurde. In dem Telefonat wurde ihm mitgeteilt, dass auf seinem Kreditkartenkonto eine Fehlbuchung eingegangen sei und er diese Transaktion rückgängig machen müsse. Hierfür wurde ihm eine sogenannte “Stornierungs-IBAN” mitgeteilt, um den Betrag per Sofortüberweisung zurücküberweisen zu können. Der Geschädigte bemerkte erst später den Betrug, eine Rückholung des Geldes, in diesem Fall weit über 10.000 Euro, war allerdings aufgrund der Sofortüberweisung nicht möglich.

Stephan Reis, Leiter des Fachkommissariates für Betrugsdelikte bei der Polizei Goslar, erklärt das weitere Vorgehen der Betrüger: “Solche Transaktionen werden durch die jeweiligen Täter umgehend auf Konten sogenannter Finanzagenten weitergeleitet, die von den professionell organisierten Tätergruppierungen zur Verschleierung der Geldflüsse getäuscht oder instrumentalisiert werden. Von dort aus wird das Geld meist in Echtzeit über weitere Geldwäschekonten geschleust oder in Kryptowährungen umgewandelt und ist dann unwiederbringlich verloren.”

Um nicht Opfer einer solchen Betrugsmasche zu werden, bittet die Polizei, diese Hinweise zu beachten:

Quelle: Presseportal

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