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Landkreis Holzminden: Verkehrsdelikte am Wochenende

Mehrere Verkehrsverstöße wurden am Wochenende festgestellt, darunter Alkoholfahrten, Unfallfluchten und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Foto: Depositphotos

Hameln/Emmerthal/Bodenwerder/Bad Pyrmont (ost)

Letztes Wochenende stellten Polizeibeamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden mehrere Verkehrsverstöße fest. Die Vergehen reichen von Fahrten unter Alkoholeinfluss über Unfallfluchten bis hin zum Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Hameln

Am Sonntag (19.04.2026) um 02:00 Uhr wurde ein 42-jähriger Hamelner auf der Ohrschen Landstraße mit seinem Fahrzeug kontrolliert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,23 Promille. Es wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Der Führerschein und die Fahrzeugschlüssel wurden beschlagnahmt.

In der Nacht zum Montag (20.04.2026) überprüften Einsatzkräfte im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle in der Süntelstraße einen 39-jährigen Mann aus Buxtehude. Dabei stellten sie fest, dass er keine Fahrerlaubnis besaß. Zudem gab der Mann zunächst falsche Angaben zu seiner Person. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Gegen ihn wurden ein Straf- und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Emmerthal

Am Sonntag (19.04.2026) um 18:27 Uhr ereignete sich in der Berliner Straße ein Auffahrunfall. Ein 61-jähriger Mann aus Hameln fuhr aus bisher ungeklärter Ursache auf das Fahrzeug einer 66-jährigen Hamelnerin auf, die an einer roten Ampel wartete. Die Frau wurde leicht verletzt. Ein Atemalkoholtest beim Unfallverursacher ergab 0,46 Promille. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt, der Führerschein wurde beschlagnahmt.

Hinweis der Polizei: Auch wenn eine Ordnungswidrigkeit in Bezug auf Alkohol am Steuer eines Kraftfahrzeugs erst ab 0,5 Promille vorliegt, können Straftaten wie die Gefährdung des Straßenverkehrs oder Trunkenheit am Steuer gemäß §§ 315c, 316 StGB bei entsprechenden Ausfallerscheinungen bereits ab 0,3 Promille begangen werden; auch mit dem Fahrrad. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vor Fahrtantritt vollständig auf Alkohol oder andere berauschende Substanzen verzichten.

Bodenwerder

Am Sonntag (19.04.2026) um 20:20 Uhr fuhr ein 68-jähriger Mann aus dem Landkreis Holzminden die Mühlenstraße in Bodenwerder entlang. Unter erheblichem Alkoholeinfluss von 1,85 Promille kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und beschädigte ein Brückengeländer. Danach entfernte er sich unerlaubt vom Unfallort. Im Zuge der Ermittlungen konnte der Mann ermittelt werden. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt, der Führerschein wurde beschlagnahmt.

Bad Pyrmont

Schon am Freitag (17.04.2026) um 13:35 Uhr kam es in der Straße „Auf der Schanze“ zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein 75-jähriger Mann aus Bad Pyrmont beschädigte beim Vorbeifahren den Außenspiegel eines ordnungsgemäß geparkten Pkw und entfernte sich zunächst vom Unfallort. Als er später zurückkehrte, wurde bei ihm ein Atemalkoholwert von 0,87 Promille festgestellt. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt, der Führerschein wurde beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt.

Am Sonntag (19.04.2026) um 12:30 Uhr erschien ein 48-jähriger Mann aus Bad Pyrmont mit seinem Pkw bei der Polizei in der Bahnhofstraße, um eine Anzeige zu erstatten. Während der Sachverhaltsaufnahme stellten die Beamten Alkoholgeruch fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 0,60 Promille. Eine Blutentnahme erfolgte auf freiwilliger Basis. Auch hier wurde die Weiterfahrt untersagt.

Der Einfluss von Alkohol und anderen berauschenden Substanzen am Steuer bleibt eine der Hauptursachen für Unfälle im Straßenverkehr. Die Polizei wird auch in Zukunft entsprechende Kontrollen konsequent durchführen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 33.839 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wovon 26.376 männlich und 3.924 weiblich waren. 7.947 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. 8.584 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtzahl aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 81,86%, waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 173.330. In Ortslagen innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle, was 11,39% entspricht, während es außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle gab, was 6,61% ausmacht. Auf Autobahnen wurden 3.672 Unfälle verzeichnet, was 1,73% entspricht. Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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