Die Polizei warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche bei Verkaufsplattformen. Täter versuchen, Nutzerkonten zu übernehmen oder unberechtigte Zahlungen auszulösen.
Landkreis Nienburg / Schaumburg: Warnung vor Betrugsmasche

Landkreis Nienburg / Schaumburg (ost)
(Gav) Aktuell warnt die Polizei vor einer Betrugsmasche im Zusammenhang mit Verkaufsplattformen wie „Kleinanzeigen“, bei der Täter versuchen, Nutzerkonten zu übernehmen oder unberechtigte Zahlungen auszulösen.
In einem aktuellen Vorfall bot eine Privatperson über die Plattform einen Artikel zum Verkauf an. Nachdem sich eine angebliche Käuferin gemeldet hatte, wurde zunächst eine Zahlung über einen externen Bezahldienst in Aussicht gestellt. Später wurde der Geschädigten mitgeteilt, dass die Zahlung über die „Sicher bezahlen“ Funktion erfolgen solle. Kurz darauf erhielt sie eine E-Mail, die den Eindruck erweckte, von der Verkaufsplattform zu stammen. Durch einen enthaltenen Link wurde die Geschädigte aufgefordert, sich mit ihren Zugangsdaten zu verifizieren. Tatsächlich handelte es sich um eine gefälschte Nachricht. Die Täter erlangten Zugriff auf das Nutzerkonto und änderten unter anderem die hinterlegte E-Mail-Adresse. Der Account wurde daraufhin missbraucht. Es entstand kein finanzieller Schaden, da das Konto gesperrt wurde.
In anderen Situationen geben Täter im Chat vor, dass die Zahlungsabwicklung über eine vermeintliche „Sofort-Kaufen-“ oder „Sicher-Bezahlen-„Funktion erfolgen soll. Den Geschädigten wird innerhalb des Chats eine gefälschte Nachricht der Plattform angezeigt, in der sie aufgefordert werden, ihre Bankdaten zu verifizieren oder eine Zahlung zu bestätigen. Folglich überweisen Betroffene unabsichtlich Geld auf fremde Bankkonten. Oft erkennen die Geschädigten erst im Nachhinein, dass es sich nicht um ein offizielles Verfahren der Plattform handelte.
Die Polizei empfiehlt:
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 13218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 auf 5070. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3226 auf 3422, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2212 auf 2310 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1014 auf 1112 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 788 auf 950. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Cyberkriminalitätsfälle in Deutschland registriert, insgesamt 22125.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 12.917 | 13.218 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.662 | 5.070 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.226 | 3.422 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.212 | 2.310 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.014 | 1.112 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 788 | 950 |
Quelle: Bundeskriminalamt








