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Leer: Verhaftung von mutmaßlichen Kokaindealern

Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität ermittelt gegen eine Tätergruppierung, die einen unerlaubten Handel mit Kokain betrieben haben soll. Bei Durchsuchungen wurden Drogen und Waffen sichergestellt.

Foto: Depositphotos

Osnabrück/Emden (ost)

Die Zentrale Kriminalinspektion Osnabrück führt seit September 2025 Ermittlungen durch, unter der Leitung der Zentralstelle zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität bei der Staatsanwaltschaft Aurich. Eine Tätergruppierung wird verdächtigt, in den vergangenen Jahren einen illegalen Kokainhandel auf der Insel Borkum im großen Stil betrieben zu haben. Am 27.05.26 fanden Durchsuchungen an insgesamt sieben Standorten statt – drei auf Borkum, drei in Emden und einer in Pinneberg.

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem 52 Einheiten Kokain, eine Zigarettenschachtel mit Kokain, ein Baseballschläger, ein Schlagring, ein Messer und elektronische Datenträger beschlagnahmt. Außerdem wurde ein Haftbefehl gegen den 42-jährigen Hauptverdächtigen vollstreckt. Er wurde während des Polizeieinsatzes in Emden festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, der noch am selben Tag die Untersuchungshaft anordnete.

In dem Ermittlungsverfahren, das zunächst von der Polizeiinspektion Leer/Emden geleitet wurde, sind fünf weitere Verdächtige im Alter von 17-51 Jahren involviert. Derzeit handelt es sich um drei Mittäter und zwei mutmaßliche Lieferanten.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 33.839 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche und 3.924 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus gab es 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wobei 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige registriert wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch auf 8.584. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 Fällen die höchste Anzahl an Drogenkriminalität in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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