Am Donnerstagmittag kollidierten zwei Stadtbahnen in Hannover, wodurch 12 Fahrgäste verletzt wurden. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Linden-Limmer: Stadtbahnen kollidieren in Hannover

Hannover (ost)
Am Donnerstagmittag gab es in Linden-Süd einen Zusammenstoß zwischen zwei Stadtbahnen, bei dem beide Bahnen entgleisten und 12 Fahrgäste verletzt wurden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit vielen Rettungskräften im Einsatz.
Um 11:53 Uhr kam es auf der Ritter-Brüning-Straße in der Nähe der Haltestelle Allerweg zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Stadtbahnen der Hannoverschen Verkehrsbetriebe ÜSTRA. Die stadtauswärts fahrende Linie 13 (Richtung Wettbergen) und die stadteinwärts fahrende Linie 3 (Richtung Altwarmbüchen) kollidierten aus bisher ungeklärter Ursache und entgleisten. Ein Waggon wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen den Hochbahnsteig gedrückt, der dadurch beschädigt wurde.
Während alle Passagiere aus der in der Haltestelle stehenden Bahn unverletzt aussteigen konnten und ihre Reise fortsetzten, blieben etwa 20 Fahrgäste in der auf der Kreuzung stehenden Bahn der Linie 3. Sie waren jedoch nicht eingeklemmt oder eingeschlossen.
Aufgrund der Meldungen löste die Feuerwehr das Alarmstichwort „MANV 10“ (Massenanfall an Verletzten für 10 Personen) aus und schickte neben den Feuerwehrkräften auch viele Rettungsdienstmitarbeiter zur Einsatzstelle. Ein Großraumrettungswagen und zwei leitende Notärzte waren im Einsatz.
Die Feuerwehr baute Behelfsausgänge auf und half den verbliebenen Fahrgästen beim Verlassen der Bahn. Alle Personen wurden von Notärzten untersucht und vom Rettungsdienst erstversorgt. Zwölf Insassen der Bahn wurden verletzt, sechs von ihnen wurden zunächst zur weiteren Untersuchung in hannoversche Krankenhäuser gebracht. Eine siebte Person wurde später ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Fahrer der Stadtbahnen blieben unverletzt.
Während der Rettungsmaßnahmen war die Ritter-Brüning-Straße voll gesperrt, die ÜSTRA richtete einen Schienenersatzverkehr ein. Zum Sachschaden und zur Unfallursache gibt es noch keine Informationen, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 60 Einsatzkräften und 24 Fahrzeugen vor Ort.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330 Fälle, was 81,86% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Die Anzahl der Getöteten betrug 423, die Schwerverletzten beliefen sich auf 5.122 und die Leichtverletzten auf 36.247.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








