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Lingen: Internetdurchsuchung in Papenburg

Die Polizei durchsuchte die Wohnung einer Frau nach einem Hasskommentar im Internet. Die Frau wird wegen Volksverhetzung und Beleidigung angeklagt.

Foto: Depositphotos

Papenburg (ost)

Am Mittwoch, den 25.02., haben auch Ermittler der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim an der Aktion gegen Hasskommentare im Internet teilgenommen. Diese deutschlandweite Aktion wurde vom BKA organisiert und richtete sich gegen Verfasser von strafbaren Kommentaren in sozialen Netzwerken. Gleichzeitig wurden bundesweit strafrechtliche Maßnahmen umgesetzt, die sich auch gegen eine 39-jährige Frau aus Papenburg im Emsland richteten. Die Frau hatte Anfang Januar auf der Online-Präsenz eines lokalen Nachrichtenmagazins auf Facebook einen menschenverachtenden Hasskommentar zur Geburt eines Babys mit Migrationshintergrund hinterlassen. Aufgrund der menschenverachtenden und ausländerfeindlichen Natur des Kommentars wurden die Ermittlungen von der Abteilung Polizeilicher Staatsschutz im Zentralen Kriminaldienst in Lingen geführt. Dort gelang es auch, das Fakeprofil der Frau zu deanonymisieren und ihre Identität offenzulegen. Im Zuge der Ermittlungen wurde ein weiterer ähnlicher Hasskommentar festgestellt, den die Papenburgerin auf der Facebook-Seite des Klinikums Wilhelmshaven hinterlassen hatte. Auch dieser Kommentar hat strafrechtliche Konsequenzen und greift die Menschenwürde von migrierten Eltern und ihrem Kind an. Bei einer angeordneten Hausdurchsuchung wurde die Frau am frühen Mittwochmorgen in ihrer Wohnung am Bolwinsweg in Papenburg angetroffen und Beweismittel sichergestellt. Sie wird sich nun wegen Volksverhetzung und Beleidigung verantworten müssen, da das Internet auch unter dem vermeintlichen Schutz der Anonymität kein rechtsfreier Raum ist.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, wobei 4662 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 3226, darunter 2212 Männer, 1014 Frauen und 788 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 13218, wobei 5070 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3422, darunter 2310 Männer, 1112 Frauen und 950 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 12.917 13.218
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.662 5.070
Anzahl der Verdächtigen 3.226 3.422
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.212 2.310
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.014 1.112
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 788 950

Quelle: Bundeskriminalamt

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