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LK Gifhorn: Einbruchschutz im Herbst

Maßnahmen zum Schutz des Zuhauses sind besonders wichtig, wenn es früher dunkel wird. Polizei Gifhorn erinnert an aktuelle Ermittlungen nach Einbrüchen.

Foto: Depositphotos

LK Gifhorn (ost)

Wenn es im Herbst früh dunkel wird, wird der Einbruchschutz besonders wichtig. Schon einfache Gewohnheiten, geeignete Sicherungstechnik und aufmerksame Nachbarn können helfen, das eigene Zuhause zu schützen. Die Polizei Gifhorn erinnert daran, dass sie aktuelle Ermittlungen durchführt.

Am Sonntagabend wurde der Polizei Gifhorn ein Einbruch in ein Wohnhaus in Eischott gemeldet. Die Täter, die bisher unbekannt sind, brachen eine Terrassentür auf und stahlen Bargeld aus dem Haus. Weitere Einbrüche am Wochenende in Steinhorst und im Stadtgebiet Gifhorn beschäftigen die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Gifhorn.

Die Polizei empfiehlt, Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit vollständig zu schließen. Ein gekipptes Fenster ist leicht zu öffnen und bietet keinen effektiven Schutz. Beim Verlassen des Hauses sollten Haus- und Wohnungstüren immer abgeschlossen und nicht nur ins Schloss gezogen werden.

Einbrecher wenden manchmal brutale Gewalt an Fenstern und Türen an, um einzudringen. Geprüfte zusätzliche Sicherungen können das Aufhebeln deutlich erschweren. Bestehende Fenster und Türen können oft nachgerüstet werden, z.B. mit einbruchhemmenden Beschlägen oder zusätzlichen Schlössern.

Selbst bei Abwesenheit sollte das Zuhause den Eindruck vermitteln, dass es bewohnt ist. Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Systeme können dafür sorgen, dass Lampen in verschiedenen Räumen zu unterschiedlichen Zeiten ein- und ausschalten. Automatisch gesteuerte Rollläden können morgens geöffnet und abends geschlossen werden. Wenn Sie verreisen, lassen Sie sie nicht tagelang geschlossen. Überprüfen Sie die eingestellten Abläufe bereits vor der Abreise. Licht und automatisch bewegte Rollläden können die anderen Schutzmaßnahmen sinnvoll ergänzen, aber die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen bleibt die Grundlage.

Eine gute Nachbarschaft ist ebenfalls wichtig. Sprechen Sie vor einer längeren Abwesenheit mit vertrauten Nachbarn, Angehörigen oder Freunden. Diese können regelmäßig nach dem Zuhause sehen, den Briefkasten leeren und die Mülltonnen zu den üblichen Abholterminen herausstellen und zurückholen. So gibt es keine offensichtlichen Hinweise darauf, dass niemand zu Hause ist. Hinterlassen Sie auch eine Telefonnummer, unter der Sie bei Auffälligkeiten erreichbar sind.

Aufmerksame Nachbarschaft bedeutet auch, verdächtige Beobachtungen frühzeitig zu melden. Dazu können Personen gehören, die verschiedene Häuser und Grundstücke in Wohnvierteln betrachten. Auch Fahrzeuge, die ohne erkennbares Ziel durch Ortschaften und Wohngebiete fahren, können auffallen. Notieren Sie, wenn möglich, Ort und Uhrzeit, Personenbeschreibungen sowie Kennzeichen und Fahrtrichtung.

Die Polizei fordert ausdrücklich dazu auf, bei solchen Beobachtungen anzurufen. Niemand muss zuerst selbst herausfinden, ob tatsächlich eine Straftat vorliegt. Jeder Hinweis zählt und wird von der Polizei überprüft. Bei einem möglichen laufenden Einbruch oder einer unmittelbar verdächtigen Situation rufen Sie bitte sofort den Polizeinotruf 110 an. Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr und versuchen Sie nicht, mögliche Täter festzuhalten. Hinweise zu zurückliegenden Beobachtungen nimmt die Polizei Gifhorn unter der Telefonnummer 05371 980-0 entgegen.

Auch die Aufbewahrung von Bargeld und Wertsachen sollte bedacht werden. Bewahren Sie größere Bargeldbeträge möglichst nicht zu Hause auf. Für Schmuck, wichtige Dokumente und andere Wertsachen kommen geeignete, geprüfte Wertbehältnisse infrage, die fachgerecht verankert werden. Fotos und eine Liste mit den wichtigsten Angaben zu Wertgegenständen können nach einem Diebstahl bei der Zuordnung helfen.

Wer wissen möchte, welche Sicherungsmaßnahmen für das eigene Haus oder die eigene Wohnung sinnvoll sind, kann sich bei einer polizeilichen Beratungsstelle kostenlos und neutral beraten lassen. Weitere verständliche Hinweise, ein interaktives Haus zur Veranschaulichung möglicher Schwachstellen und eine Beratungsstellensuche finden Interessierte unter www.k-einbruch.de.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Niedersachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 6510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 7646 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank jedoch von 1570 im Jahr 2022 auf 1517 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 1299 im Jahr 2022 auf 1244 im Jahr 2023 zurück. Von den Verdächtigen waren 1115 männlich und 184 weiblich, wobei 509 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Einbrüchen in Deutschland mit 27061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 6.510 7.646
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.570 1.517
Anzahl der Verdächtigen 1.299 1.244
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.115 1.068
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 184 176
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 509 434

Quelle: Bundeskriminalamt

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