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Lüneburg: Durchsuchungsmaßnahmen nach Ermittlungen in Betäubungsmittelkriminalität

Umsetzung von Durchsuchungsbeschlüssen in Lüneburg, Beweismittel beschlagnahmt, zwei Personen festgenommen.

Foto: Depositphotos

Lüneburg (ost)

Die intensiven Untersuchungen der zentralen Kriminaldienststelle der Polizei in Lüneburg im Bereich der Drogenkriminalität führten zu zusätzlichen Maßnahmen. Am Abend des 19.08.2026 wurden Durchsuchungsbeschlüsse in Lüneburg umgesetzt. Diese wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg vom Amtsgericht Lüneburg erlassen. Der Hintergrund dieser Maßnahme sind ausführliche Ermittlungen gegen einen 31-jährigen Mann, dem vorgeworfen wird, mit einer erheblichen Menge Drogen gehandelt zu haben. Im Zusammenhang mit dem Drogenhandel stand eine Gaststätte in Lüneburg sowie eine darüber liegende Wohnung. In dieser sollten Drogen gelagert werden. Beamte des zentralen Kriminaldienstes und der Verfügungseinheit Lüneburg griffen am Abend an der genannten Stelle ein. Ein Fluchtversuch des 31-Jährigen wurde vereitelt. In der Gaststätte, der darüber liegenden Wohnung und der Wohnung des 31-Jährigen wurden insgesamt mehrere Hundert Gramm Marihuana, Kokain und Ketamin gefunden und beschlagnahmt. Zu den gefundenen Beweismitteln gehören auch Bargeld in typischer Stückelung sowie Mobiltelefone. Der 31-Jährige und der Mieter der Wohnung über der Gaststätte wurden vorübergehend festgenommen. Beide sind bereits mehrfach wegen Drogenkriminalität aufgefallen und teilweise verurteilt worden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg wurde der 31-Jährige aus den strafrechtlichen Maßnahmen entlassen. Der Mieter der Wohnung befindet sich weiterhin in Polizeigewahrsam. Weitere Maßnahmen werden in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg getroffen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle erfasst, wovon 33.839 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche und 3.924 weibliche Verdächtige waren. 7.947 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 29.653 zurück, wobei 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige waren. 8.584 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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