Zwei Einsätze mit Verletzten aufgrund von gefährlichen Gasen in Moringen und Northeim am 27.04.2026.
Lutterbeck: Gefährliche Gase in Moringen und Northeim

Northeim (ost)
Moringen und Northeim
Montag, 27.04.2026, um 16:30 Uhr und 23:36 Uhr
Northeim(da) – Gestern gab es in Moringen und Northeim gleich zwei Einsätze mit gefährlichen Gasen und mehreren Verletzten.
In Moringen bemerkten gegen 16:30 Uhr mehrere Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Hagenbergstraße einen unangenehmen Geruch im Gebäude, der seit der Pellets-Anlieferung vor dem Wochenende vorhanden war. Als die Feuerwehr eintraf, wurde schnell der Keller als Ursache des Geruchs identifiziert. Dort wurde eine erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid festgestellt, weshalb das Mehrfamilienhaus evakuiert wurde. Nachdem spezielle Messtrupps der Kreisfeuerwehr hinzugezogen wurden, konnten neben den erhöhten CO-Werten auch erhöhte Aldehydkonzentrationen festgestellt werden. Sechs Bewohner, drei Feuerwehrleute und vier Gäste, die über das Wochenende dort waren, wurden vorsorglich zur Überwachung in Krankenhäuser gebracht.
Neben der Feuerwehr Moringen waren auch die Werksfeuerwehr Conti, die FFW Lutterbeck, die Kreisfeuerwehrbereitschaft 4, das THW und das DRK im Einsatz.
Die Gase waren nur im Keller nachweisbar, sodass keine Gefahr für die übrige Bevölkerung bestand. Ersten Ermittlungen zufolge dürften die vor dem Wochenende gelieferten Pellets die Ursache sein; bei Pellets können entsprechende Gase auch Monate nach der Produktion austreten. Die Pellets wurden noch in der Nacht von einer Fachfirma abgesaugt. Die Lagerung, Belüftung und die Heizungsanlage werden Gegenstand weiterer Untersuchungen sein. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung, der Tatort wurde beschlagnahmt.
Gegen 23:36 Uhr kam es zu einem ähnlichen Vorfall in Northeim im Grafenhof. Dort hatte eine 42-jährige Bewohnerin eines Mehrparteienhauses nach ersten Erkenntnissen unsachgemäß verschiedene Reinigungsmittel gemischt, wodurch giftige Dämpfe entstanden. Die Frau, ihr 31-jähriger Mann und ihre beiden Kinder wurden ins Krankenhaus gebracht. Da die beiden Rettungssanitäter, die zuerst vor Ort waren, über Atemwegsreizungen klagten, wurden auch sie stationär aufgenommen. Die Feuerwehr lüftete anschließend die Wohnung. Auch in diesem Fall wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
Quelle: Presseportal








