Ermittler haben den mutmaßlichen Administrator des Darknet-Marktplatzes „DreamMarket“ festgenommen. Er wird wegen Geldwäsche und illegalem Handel mit Betäubungsmitteln, Daten und Falschgeld beschuldigt.
Miami: DreamMarket Administrator festgenommen

Oldenburg (ost)
+++ Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Itzehoe (Schwerpunktabteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität) und der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg (Niedersachsen) ++++
Die Ermittler der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Oldenburg aus Niedersachsen haben am 07.05.2026 den vermutlichen Verwalter des ehemaligen Darknet-Marktplatzes „DreamMarket“ im Auftrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe festgenommen. Auf diesem Marktplatz waren viele sogenannte Verkäufer aktiv, die illegal Waren wie Drogen, Falschgeld und gestohlene Daten in hunderttausendfacher Menge verkauften. Der Marktplatz war bis 2019 in Betrieb. US-Behörden wurden auf den Verdächtigen aufmerksam, nachdem er begann, Kryptowährungen zu transferieren und in Gold zu investieren.
Die Schwerpunktabteilung Cybercrime der Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt zusammen mit der ZKI Oldenburg gegen den 49-jährigen Verdächtigen unter anderem wegen des Verdachts der organisierten Geldwäsche, des Drogenhandels, des Datenhandels und des Umlaufs von Falschgeld. Er soll in den letzten Jahren versucht haben, illegal erwirtschaftete Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe in den legalen Wirtschaftskreislauf zu bringen.
Durch intensive, mehrjährige Ermittlungen von verschiedenen US-Behörden, der ZKI Oldenburg und dem BKA konnte der Verdächtige als mutmaßlicher Administrator des Darknet-Marktplatzes und Geldwäscher der erzielten Gewinne des Marktplatzbetriebs identifiziert werden. Im Rahmen der Maßnahmen wurden drei Objekte, zwei in Schleswig-Holstein und eines in Hamburg, durchsucht und der Haftbefehl gegen den Verdächtigen vollstreckt.
Bei den Durchsuchungen wurden 11,5 kg Gold, Krüger Rand, 20.000 EUR in bar sowie umfangreiche digitale Beweismittel gefunden. Darüber hinaus wurden Kryptowerte im Millionenbereich auf verschiedenen Plattformen entdeckt. Die Verfügungsgewalt über die Vermögenswerte wurde dem Verdächtigen entzogen. Die aufwendigen Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger, dauern an.
Die ZKI Oldenburg wurde im Rahmen der erfolgreichen Ermittlungen und der anschließenden Durchsuchungen vom Bundeskriminalamt, dem LKA Schleswig-Holstein, operativen Spezialkräften, den IRS Criminal Investigations (IRS-CI; Cyber Crimes Unit), der DEA Miami (Counternarcotic Cyber Investigations Task Force) und Polizeibeamten aus Schleswig-Holstein unterstützt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, wovon 33.839 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche und 3.924 weibliche Verdächtige waren. 7.947 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wobei 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige identifiziert wurden. 8.584 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, wobei 4662 davon gelöst wurden. Es gab insgesamt 3226 Verdächtige, darunter 2212 Männer, 1014 Frauen und 788 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 13218, wobei 5070 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3422, darunter 2310 Männer, 1112 Frauen und 950 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 12.917 | 13.218 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.662 | 5.070 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.226 | 3.422 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.212 | 2.310 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.014 | 1.112 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 788 | 950 |
Quelle: Bundeskriminalamt








