Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Münster: Theaterstück sensibilisiert gegen Telefonbetrug

Am Freitag fand eine Präventionsveranstaltung im Theater An der Wilhelmshöhe in Lingen statt. Rund um das Stück „Leg einfach auf!“ informierten Polizei, Stadt und Seniorenvertretung über Betrugsmaschen.

Leg einfach auf!
Foto: Presseportal.de

Lingen (ost)

Am Freitag, den 21. November 2025, wurde im Theater An der Wilhelmshöhe in Lingen eine spezielle Veranstaltung zur Prävention von Telefonbetrug abgehalten. Im Rahmen des Stücks „Leg einfach auf!“ vom Wolfgang-Borchert-Theater aus Münster informierten die Polizei, die Stadt und die Seniorenvertretung eindrucksvoll über die Risiken von Schockanrufen, falschen Polizeibeamten und anderen betrügerischen Maschen.

Die Veranstaltung war Teil eines gemeinsamen Projekts der Seniorenvertretung der Stadt Lingen (Ems), der Stadt Lingen (Ems) und des Präventionsteams der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim. Das Ziel ist es, insbesondere ältere Menschen vor den täuschenden und oft existenzbedrohenden Methoden professioneller Tätergruppen zu schützen.

Betrugsschäden nehmen weiter zu

Wie die aktuellen Zahlen zeigen, bleibt Telefonbetrug ein ernsthaftes Problem: Im Bereich der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim wurden im Jahr 2023 177.326 Euro und im Jahr 2024 bereits 238.566 Euro erbeutet. Die Täter setzen auf emotionalen Druck, Angst und gezielte Manipulation der Opfer.

Theaterstück stellt Betrugsmaschen realitätsnah dar

Das Wolfgang-Borchert-Theater präsentierte das Stück „Leg einfach auf!“, ein bewusst humorvoll gestaltetes, aber gleichzeitig eindringliches Lehrstück über Schockanrufe, den Enkeltrick, KI-basierten Stimmenklau und andere moderne Betrugsformen. Die Aufführung zeigte, wie professionell Täter vorgehen und wie schnell Betroffene unter Druck in die Falle tappen können.

Intensive Diskussion auf dem Podium im Anschluss

Nach dem 70-minütigen Theaterstück fand eine Podiumsdiskussion statt, in der Fachleute Fragen aus dem Publikum beantworteten und wichtige Verhaltenstipps gaben. Auf dem Podium waren vertreten:

Kriminaldirektor Martin Lammers, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion, Kriminalhauptkommissarin Hiltrud Frese, Präventionsbeamtin / Opferschutz, Martina Lübbers, Beauftragte für Betrugsprävention, Katrin Möllenkamp, Stadträtin der Stadt Lingen (Ems), Tanja Weidner, Intendantin des Wolfgang-Borchert-Theaters. Die Moderation übernahm Marko Schnitker, Geschäftsführer der ems-vechte-welle.

Sensibilisierung bleibt wichtigste Schutzmaßnahme

Alle Experten betonten, wie entscheidend Wissen und Aufmerksamkeit sind, um Betrug zu verhindern. Wenn man einen verdächtigen Anruf erhält, sollte man:

sofort auflegen,

sich eigenständig unter der bekannten Nummer mit Angehörigen oder der Polizei in Verbindung setzen,

keine persönlichen oder finanziellen Informationen preisgeben,

und niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben.

Opfer oder Personen mit Verdachtsmomenten sollten sich immer direkt an die Polizei wenden. Nur durch konsequente Hinweise, Anzeigen und Aufklärung können Täterstrukturen erkannt und gestoppt werden.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24