Kontrolle verloren, Fahrzeug überschlägt sich. Rettungsgasse missachtet, Polizeimaßnahmen gestört.
Münster: Unfall auf A1 bei Osnabrück führt zu Vollsperrung

Osnabrück (ost)
Am Samstagabend ereignete sich auf der A1 zwischen dem Autobahnkreuz Osnabrück-Nord und der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen in Fahrtrichtung Münster ein Verkehrsunfall. Eine 43-jährige Frau fuhr gegen 22.50 Uhr mit ihrem VW Polo auf der linken Spur, als das Fahrzeug aus bisher ungeklärter Ursache plötzlich ins Schleudern geriet. Die 43-Jährige verlor die Kontrolle über den Kleinwagen, der Polo überschlug sich und kam schließlich an der Mittelschutzplanke zum Stillstand. Die Fahrerin und ihr 38-jähriger Beifahrer wurden verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Richtungsfahrbahn Münster musste für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen kurzzeitig vollständig gesperrt werden.
Rettungsgasse nicht beachtet und Maßnahmen behindert
Während der Unfallaufnahme entdeckten die eingesetzten Polizeibeamten einen weißen Mercedes mit Herforder Kennzeichen, der zunächst die Rettungsgasse benutzte und dann versuchte, durch die Unfallstelle zu fahren. Der Mercedes war mit drei Erwachsenen und einem Kind besetzt und konnte von den Beamten gestoppt werden. Zwei der erwachsenen Insassen waren betrunken. Im weiteren Verlauf störten die Personen die polizeilichen Maßnahmen. Einer der Mitfahrer verließ trotz mehrfacher Aufforderung wiederholt das Fahrzeug und betrat die Autobahn. Auch nach wiederholten Ansprachen zeigten sich die Beteiligten uneinsichtig und unkooperativ.
Gegen den Fahrer des Mercedes wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des unzulässigen Befahrens der Rettungsgasse eingeleitet. Gegen einen Mitfahrer wurde ein Verfahren wegen des wiederholten Betretens der Autobahn sowie wegen des Missachtens von Zeichen und Anweisungen der Polizeibeamten eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 1.665 aus, was 0,79% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330, was 81,86% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Tote, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








