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Nienburg: Falsche Bekanntschaft auf TikTok

Die Polizei warnt vor Betrug mit Pre-Paid-Karten. Vorsicht bei Geldanfragen im Internet und bei Ausweisdokumenten.

Foto: unsplash

LK Nienburg und Schaumburg (ost)

(KEM) Die Polizei Nienburg warnt erneut vor einer Betrugsmasche über soziale Netzwerke.

Am Freitag, den 14.08.2026, fiel ein 40-jähriger Mann aus Nienburg einem Betrug zum Opfer, nachdem er über TikTok Kontakt zu einer angeblich weiblichen Person aufgenommen hatte. Während des Gesprächs gab die Chatpartnerin vor, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken, und bat den Geschädigten um Unterstützung in Form von PaysafeCard-Guthaben. Der Mann kam der Bitte nach und schickte entsprechende Codes im Wert von 50 Euro. Danach behauptete die Unbekannte, das Geld sei nicht angekommen. Außerdem schickte sie dem Geschädigten ein Foto eines Personalausweises, der jedoch gefälscht war.

Die Polizei Nienburg warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und nimmt diesen Fall zum Anlass:

Seien Sie vorsichtig bei Geldanfragen: Überweisen Sie niemals Geld und geben Sie keine Guthabencodes (wie Paysafe, Apple, Google Pay etc.) an Personen weiter, die Sie nur online kennen.

Guthabencodes sind wie Bargeld: Sobald Sie den Code weitergeben, ist das Geld in den meisten Fällen unwiederbringlich verloren.

Seien Sie skeptisch bei Ausweisdokumenten: Betrüger nutzen im Internet oft gestohlene oder gefälschte Ausweisdokumente, um eine falsche Identität vorzutäuschen. Ein zugesendetes Foto eines Personalausweises ist kein Beweis für die Sicherheit!

Beenden Sie das Gespräch: Sollten Sie im Chat dazu aufgefordert werden, Geld oder Wertcodes zu übermitteln, brechen Sie den Kontakt sofort ab und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 13218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 im Jahr 2022 auf 5070 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3226 im Jahr 2022 auf 3422 im Jahr 2023. Davon waren 2212 männlich, 1014 weiblich und 788 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 12.917 13.218
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.662 5.070
Anzahl der Verdächtigen 3.226 3.422
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.212 2.310
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.014 1.112
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 788 950

Quelle: Bundeskriminalamt

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