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Northeim: Betrugsmasche auf Kleinanzeigenportal

In Northeim wurden mehrere Personen durch die Funktion „Sicher bezahlen“ auf Kleinanzeigen um Tausende von Euro betrogen. Wie schützen Sie sich vor dieser Betrugsmasche?

Foto: unsplash

Northeim (ost)

In den letzten Wochen gab es vermehrt Anzeigen im Bereich der Polizeiinspektion Northeim, in denen Betrüger die Funktion „Sicher bezahlen“ über die Online-Plattform „Kleinanzeigen“ ausnutzten, um die Opfer um mehrere Tausend Euro zu betrügen.

Wie läuft dieser Betrug ab? Die Opfer bieten über Kleinanzeigen einen Artikel zum Verkauf an. Ein potenzieller Käufer meldet sich und schlägt vor, über PayPal zu bezahlen. Ziel ist es, die E-Mail-Adresse des Verkäufers zu erhalten. Angeblich gibt es dann Probleme mit der PayPal-Zahlung, und die Betrüger schlagen vor, die Funktion „Sicher bezahlen“ zu nutzen. Der Verkäufer erhält eine gefälschte Bestätigung über die Zahlung, die der E-Mail von Kleinanzeigen ähnelt. In dieser professionell aussehenden E-Mail wird der Verkäufer aufgefordert, sein Konto zu verifizieren, um das Geld zu erhalten. Dabei werden Zugangsdaten und Kreditkartendaten abgefragt. Außerdem wird eine „Testzahlung“ verlangt, für die ein Code wie „1000“ übermittelt wird. Später wird festgestellt, dass genau dieser Betrag vom Konto abgebucht wurde.

Wie kann ich mich schützen? Klicken Sie niemals unaufgefordert auf Links in E-Mails, SMS, Chats oder Messenger-Nachrichten. Überprüfen Sie die Absenderadressen von E-Mails, indem Sie mit der Maus darüber fahren, ohne zu klicken. Oftmals wird deutlich, dass die Absenderadresse nicht zur entsprechenden Domain gehört, z.B. „Kleinanzeigen.de“. Geben Sie keine sensiblen Daten auf unbekannten Internetseiten ein. Teilen Sie keine Passwörter. Machen Sie Screenshots und sichern Sie E-Mails.

Weitere Informationen zum Thema Internetkriminalität finden Sie unter: www.polizei-praevention.de

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 13218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 im Jahr 2022 auf 5070 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3226 im Jahr 2022 auf 3422 im Jahr 2023. Davon waren 2212 männlich, 1014 weiblich und 788 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 12.917 13.218
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.662 5.070
Anzahl der Verdächtigen 3.226 3.422
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.212 2.310
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.014 1.112
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 788 950

Quelle: Bundeskriminalamt

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