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Oldenburg: Kontrollgruppe der Polizei überprüft Güterverkehr auf A1

Am Donnerstag kontrollierten 14 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Oldenburg Fahrzeuge auf Verkehrs- und Betriebssicherheit. Insgesamt wurden 38 Fahrzeuge kontrolliert, 13 durften nicht weiterfahren.

Foto: Depositphotos

Oldenburg/Wildeshausen (ost)

Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, trafen sich 14 Polizeibeamte der Polizeidirektion Oldenburg auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd, um Lastwagen im gewerblichen Verkehr zu überprüfen. Der Fokus lag dabei auf der Sicherheit der Fahrzeuge im Straßenverkehr und im Betrieb. Mitarbeiter des TÜV Nord unterstützten die Beamten bei dieser Kontrolle. Insgesamt wurden zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr 38 Fahrzeuge überprüft. In 13 Fällen durfte die Fahrt nicht fortgesetzt werden.

Um 9.30 Uhr wurde ein ausländischer Lastwagen gestoppt und überprüft. Bei der Kontrolle stellten die Beamten an einem der Reifen des Sattelaufliegers einen Schaden fest. Außerdem war der hintere Unterfahrschutz auf einer Seite bereits gerissen, was jederzeit zum Abfallen hätte führen können. Gemeinsam mit dem TÜV Nord wurden diese Mängel als gravierend eingestuft und das Fahrzeug musste in eine Werkstatt gebracht werden. Die Fahrt durfte erst nach Behebung aller Mängel fortgesetzt werden. Gegen den Verantwortlichen des Fahrzeugs wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Eine Stunde später fiel ein Lastwagen mit Anhänger, der auf der Autobahn A1 vom Landkreis Cloppenburg nach Stuhr unterwegs war, zwei Beamten auf. Der mit Bürocontainern beladene Lastwagen mit Anhänger wies ebenfalls offensichtliche Mängel auf. Zwei Reifen waren erheblich beschädigt. Auch die „Twistlocks“ zur Sicherung der Bürocontainer waren nicht ordnungsgemäß gesichert, was dazu hätte führen können, dass die Container während der Fahrt abfallen. Die Weiterfahrt war erst nach umfassender Beseitigung der Mängel gestattet. Die Beamten leiteten ein Bußgeldverfahren ein.

Um 11.30 Uhr kontrollierten die Beamten einen weiteren Lastwagen, beladen mit 18 Tonnen Tapeten auf dem Weg von Deutschland nach Dänemark. Bei der Kontrolle entdeckte die verantwortliche Beamtin einen Riss in einer Bremsscheibe des Sattelaufliegers. Bei einer detaillierten Kontrolle in der nahegelegenen Prüfstation des TÜV Nord wurden auch Mängel am Unterfahrschutz festgestellt. Eine Überprüfung der Bremsanlage ergab, dass die Mindestabbremsung nicht erreicht wurde. Es handelte sich um gefährliche Mängel, die eine direkte Gefahr im Straßenverkehr darstellten. Die Weiterfahrt wurde untersagt und das Fahrzeug musste in die Werkstatt gebracht werden. Gegen den Verantwortlichen des Fahrzeugs wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Kurz darauf überprüften die Beamten einen deutschen Lastwagen, der auf dem Weg war, Kartoffeln zu laden. Bei der Kontrolle stellten die Beamtinnen einen Riss im Hauptrahmen des Sattelaufliegers fest. Auch dieser Lastwagen wurde in der Prüfstation des TÜV Nord einer ausführlichen Kontrolle unterzogen. Mitarbeiter stellten fest, dass die Achskörper an zwei Achsen gebrochen waren. Zudem wurden Mängel an den Reifen festgestellt. Der Sattelauflieger wurde als nicht verkehrstauglich eingestuft, da die Mängel direkt zu einer Gefahr im Straßenverkehr hätten führen können. Erst nach umfassender Reparatur ist die Weiterfahrt erlaubt. Gegen den Verantwortlichen des Fahrzeugs wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% der Gesamtanzahl entspricht. 1.665 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,79% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330 Fälle, was 81,86% entspricht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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