Einladung zum Pressetermin: Organisierte Kriminalität und ihre Auswirkungen auf Rechtsstaatlichkeit, demokratische Strukturen und gesellschaftliche Sicherheit. Medienvertreter:innen können am 04.06.2026 in Hannover teilnehmen.
Osnabrück: 17. Symposium des LKA Niedersachsen

Hannover (ost)
Die Bekämpfung von organisierter Kriminalität ist eine große Herausforderung im Bereich der Sicherheitspolitik unserer Zeit. Kriminelle Netzwerke operieren international, äußerst professionell und zunehmend versteckt in legalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen. Ihre Tätigkeiten umfassen Drogenhandel, Geldwäsche, Cyberkriminalität sowie die Beeinflussung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse. Dadurch gefährdet die organisierte Kriminalität nicht nur die öffentliche Sicherheit, sondern auch das Vertrauen in Rechtsstaatlichkeit und demokratische Institutionen. Auch Niedersachsen ist aufgrund seiner zentralen Lage, Infrastruktur sowie internationaler Handels- und Logistikwege von organisierter Kriminalität betroffen. Die Erkenntnisse des LKA Niedersachsen zeigen, dass Tätergruppierungen zunehmend flexibel, serviceorientiert und grenzüberschreitend agieren. Um diesen Entwicklungen wirksam entgegenzutreten, ist ein enger Austausch zwischen Sicherheitsbehörden, Wissenschaft, Justiz, Wirtschaft und Politik erforderlich. Vor diesem Hintergrund veranstaltet das LKA Niedersachsen sein 17. LKA Symposium zum Thema „Organisierte Kriminalität. Auswirkungen auf Rechtsstaatlichkeit, demokratische Strukturen und gesellschaftliche Sicherheit“.
Im ersten Teil der ansonsten geschlossenen Veranstaltung haben Journalist:innen die Möglichkeit, Foto- und Filmaufnahmen zu machen und O-Töne zu erhalten. Hierzu laden wir Sie ein am: Donnerstag, 04.06.2026 ab 09:30 Uhr bis ca. 12:00 Uhr, Akademie des Sports Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10 30169 Hannover
Medienvertreter:innen werden gebeten, ihre verbindliche Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 03. Juni, 15:00 Uhr, an die LKA-Pressestelle unter pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de zu richten.
Falls Sie einen bestimmten Interviewpartner für Ihren O-Ton wünschen, geben Sie dies bitte zur besseren Organisation an.
Programm:
Das Symposium startet um 09:30 Uhr mit einem Get-together. Um 10:00 Uhr eröffnet LKA-Präsident Thorsten Massinger die Veranstaltung mit einer Begrüßung und einer Einführung in das Thema Organisierte Kriminalität. Anschließend hält Daniela Behrens, Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, eine Ansprache. Danach wirft Sanne de Boer, Autorin, mit ihrem Vortrag „The ‚Ndrangheta in Europe – How Organised Crime Challenges the Rule of Law“ einen Blick auf die europäische Dimension der organisierten Kriminalität. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Anschließend ordnet Prof. Dr. Arndt Sinn vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück das Thema in seinem Vortrag „Organisierte Kriminalität aus straf- und internationalrechtlicher Perspektive – Herausforderungen für Rechtsstaat und Demokratie“ rechtlich ein. Damit endet der öffentliche Teil des LKA Symposiums. Es folgt ein interner Fachdialog.
Hintergrund: Das Fachsymposium des LKA Niedersachsen
Das Symposium ist eine themenbezogene Fachveranstaltung, die relevante und zukunftsweisende Aspekte mit führenden Vertreterinnen und Vertretern der niedersächsischen Strafverfolgungsbehörden sowie aus Wissenschaft und Politik als Teilnehmende oder Vortragende beleuchtet, die im Zusammenhang mit dem Aufgabenspektrum des LKA Niedersachsen stehen. Organisiert wird sie durch das Dezernat Forschung/Prävention/Jugend im LKA. Erstmals fand das Symposium 2008 statt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Zunahme der aufgezeichneten Fälle von 35970 im Jahr 2022 auf 36058 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant bei 33839 im Jahr 2022 und 33800 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 30300 im Jahr 2022 auf 29653 im Jahr 2023. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen betrug 26376 im Jahr 2022 und 25755 im Jahr 2023, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 3924 im Jahr 2022 auf 3898 im Jahr 2023 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 7947 im Jahr 2022 auf 8584 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 12.917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 13.218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4.662 im Jahr 2022 auf 5.070 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3.226 im Jahr 2022 auf 3.422 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 2.212 männlich, 1.014 weiblich und 788 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 12.917 | 13.218 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.662 | 5.070 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.226 | 3.422 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.212 | 2.310 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.014 | 1.112 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 788 | 950 |
Quelle: Bundeskriminalamt








