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Osnabrück: Autounfall löste Großfahndung aus

Ein Fahrer floh nach einem Unfall in Dissen a.T.W. und wurde später mit Alkohol im Blut in seiner Wohnung gefunden. Ermittlungen wegen Verkehrsunfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs dauern an.

Foto: Depositphotos

Osnabrück (ost)

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde der Polizei ein stark beschädigtes Fahrzeug auf der Versmolder Straße gemeldet. Der Fahrer des Autos war nicht mehr vor Ort zu finden.

Die Beamten überprüften die Situation vor Ort. Nach ersten Einschätzungen war ein unbekannter Fahrer mit einem roten Kleinwagen in südlicher Richtung unterwegs, als er in einer Linkskurve von der Straße abkam. Das Auto prallte gegen eine Grundstücksmauer und wurde dann zurück auf die Fahrbahn geschleudert.

Nach dem Unfall hatte sich der Fahrer vom Unfallort entfernt. Da es keine direkten Zeugen des Unfalls gab, gab es zunächst keine Hinweise auf den Verursacher.

Aufgrund der schweren Schäden am Fahrzeug und möglicher Verletzungen leitete die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen in der Umgebung ein. Diese wurden auch durch eine Luftsuche unterstützt. Gleichzeitig wurde die Halteradresse überprüft, jedoch war der Gesuchte nicht zu Hause.

Stunden später wurde der Flüchtige schließlich in seiner Wohnung in Dissen a.T.W. gefunden. Die Beamten stellten leichte, nicht unfallbedingte Verletzungen fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp 1 Promille. Der Mann wurde zur Polizeiwache gebracht, wo ihm zwei Blutproben entnommen wurden.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Fahrerflucht und der Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Untersuchungen sind noch im Gange. Der Führerschein des 41-jährigen Mannes wurde eingezogen. Auch der Frontairbag des Nissan wurde beschlagnahmt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle in Niedersachsen. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 173.330, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 81,86% entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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