In der Nacht zu Mittwoch brach in einer Unterkunft in Lingen ein Brand aus, bei dem ein Bewohner verdächtigt wird, ein Feuer gelegt zu haben.
Osnabrück: Brandstiftung in Unterkunft, Haftbefehl erlassen

Lingen (ost)
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 01.04.2026, ereignete sich zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr in einer Unterkunft (Obdachlosenwohnheim) am Hessenweg in Lingen ein Brand. Nach bisherigen Informationen wird ein 37-jähriger Bewohner verdächtigt, das Feuer im Bereich einer Holztreppe gelegt zu haben.
Erst als ein Rauchmelder ausgelöst wurde, wurden mehrere schlafende Bewohner im Obergeschoss geweckt. Ein 49-jähriger Bewohner bemerkte Rauch, entdeckte das Feuer im Treppenbereich und konnte durch schnelles Eingreifen verhindern, dass sich der Brand weiter ausbreitete. Nach aktuellen Informationen wurde niemand verletzt.
An der Holztreppe entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.000 Euro.
Der Vorfall wurde zunächst nicht sofort gemeldet, daher wurden die Ermittlungen im Nachhinein aufgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde gegen den 37-Jährigen ein Haftbefehl erlassen. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft. Es wird gegen ihn wegen versuchten Mordes und versuchter Brandstiftung mit Todesfolge ermittelt.
Die Untersuchungen, insbesondere zu den genauen Hintergründen und dem Ablauf der Tat, dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 380 Verdächtige, darunter 329 Männer, 51 Frauen und 152 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 236, von denen 225 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 315, davon 269 Männer, 46 Frauen und 127 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








