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Osnabrück: Großeinsatz am Westerberg

Ein Anrufer löste einen Polizeieinsatz aus, indem er eine Geiselnahme vortäuschte. Die Hintergründe des Vorfalls werden weiterhin untersucht.

Foto: unsplash

Osnabrück (ost)

Im Westerberg Stadtteil von Osnabrück dürften einige Bewohner am Sonntagmittag durch einen größeren Polizeieinsatz gestört worden sein. Derzeit wird wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Geiselnahme (Swatting) ermittelt.

Um 12.50 Uhr meldete sich ein Anrufer direkt bei der Polizei. Er behauptete, psychopathisch zu sein und seine Mutter als Geisel an ihrer Wohnadresse festzuhalten. Er hatte eine Schusswaffe bei sich und forderte eine größere Summe Bargeld und Betäubungsmittel. Während des Anrufs war auch eine weibliche Stimme zu hören.

Die Einsatzkräfte zahlreicher Streifen fuhren zum Einsatzort und umstellten zunächst das Wohnhaus. Nach einer Weile trat eine Frau aus dem Haus, die als Mutter des vermeintlichen Anrufers identifiziert wurde. Gleichzeitig wurde das Telefonat durch den Anrufer beendet. Die 57-jährige Mutter berichtete anschließend, dass sie alleine im Haus war und ihren 17-jährigen Sohn seit mehreren Tagen nicht gesehen hatte.

Die 57-Jährige konnte dann über den in Ibbenbüren lebenden Vater telefonisch Kontakt zum 17-Jährigen herstellen. Der 17-Jährige begab sich daraufhin zur Polizeidienststelle Ibbenbüren und gab an, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben. Vielmehr sei seine 18-jährige Ex-Freundin für die gesamte Aktion verantwortlich.

Kurz vor 15 Uhr konnten die Einsatzkräfte ihren Einsatz am Westerberg in Osnabrück beenden. Die Ermittlungen zu den weiteren Hintergründen des Vorfalls dauern an.

Quelle: Presseportal

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