Ein 35-jähriger Mann wurde für 675 Taten, darunter 43 Fälle von Taschendiebstahl, zu sechs Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.
Osnabrück: Reisender Taschendieb verurteilt

Osnabrück (ost)
Selbst wenn dieser wandernde Dieb und Computerbetrüger nur kurz bei der Polizeiinspektion Osnabrück war, ist seine bisherige kriminelle Karriere gleichermaßen erstaunlich wie traurig.
Es handelt sich um einen 35-jährigen Mann, der im Mai 2023 einer Frau in Osnabrück die Geldbörse gestohlen hat. Diese Tat konnte ihm mittlerweile genauso nachgewiesen werden wie unglaubliche 674 weitere Straftaten (zusammen mit anderen Bandenmitgliedern) im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 27. November 2023. Die weiteren Zahlen zu dieser beschämenden Bilanz: 43 Fälle von Diebstahl, 632 Vermögensdelikte, Vermögensschaden: 267.000 Euro.
Im Dezember 2023 wurde der 35-Jährige am Flughafen Schiphol in Amsterdam verhaftet – und später an die deutschen Behörden ausgeliefert. Das Landgericht Heidelberg hat den Mann nun zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Niedersachsen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 6843 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 7335 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 485 im Jahr 2022 auf 608 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 453 im Jahr 2022 auf 529 im Jahr 2023. Davon waren 326 männlich, 127 weiblich und 309 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Taschendiebstählen in Deutschland mit 39519 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 6.843 | 7.335 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 485 | 608 |
| Anzahl der Verdächtigen | 453 | 529 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 326 | 394 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 127 | 135 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 309 | 386 |
Quelle: Bundeskriminalamt








