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Osnabrück: Seniorin übergibt Bargeld und Schmuck an falschen Abholer

Eine 85-jährige Frau wurde Opfer eines Schockanrufs, bei dem sie mehrere zehntausend Euro Bargeld und Schmuck verlor.

Foto: Depositphotos

Osnabrück (ost)

Am Donnerstagnachmittag wurde eine 85-jährige Dame in der Schützenstraße Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Unbekannte Diebe erbeuteten Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro.

Um 15.30 Uhr riefen bisher unbekannte Anrufer die ältere Dame an und gaben sich als Polizisten aus. Sie informierten die Frau darüber, dass ihre Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt sei, bei dem ein Kind tödlich verletzt wurde. Um einer Verhaftung zu entgehen, müsse eine Kaution gezahlt werden.

Die 85-jährige Frau blieb für eine längere Zeit mit den Dieben in telefonischem Kontakt und folgte ihren Anweisungen. Gegen 17.45 Uhr erschien ein bisher unbekannter Mann an der Wohnadresse der Dame in der Schützenstraße. Sie übergab ihm Bargeld im vierstelligen Bereich sowie mehrere Schmuckstücke. Der Gesamtwert der übergebenen Gegenstände wird auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt.

Wenig später, gegen 18 Uhr, nahm die ältere Dame Kontakt zu ihrer Tochter auf. Dabei stellte sich heraus, dass der beschriebene Verkehrsunfall nie stattgefunden hatte. Anschließend informierte sie die Polizei.

Der Abholer wird als männlich beschrieben. Er soll klein und kräftig gewesen sein.

Die Polizei hat Untersuchungen eingeleitet und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die am Donnerstagnachmittag in der Schützenstraße in Dissen verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen zu dem beschriebenen Mann geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0541/3273303 oder 05421/931280 zu melden.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften niemals Kautionen oder Geldbeträge am Telefon verlangen und auch keine Abholungen von Bargeld oder Schmuck anordnen. Bei entsprechenden Anrufen sollten Betroffene das Gespräch beenden und Angehörige oder die Polizei informieren.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 380 Verdächtige, darunter 329 Männer, 51 Frauen und 152 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Mordfälle auf 236, von denen 225 gelöst wurden. Es gab insgesamt 315 Verdächtige, darunter 269 Männer, 46 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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