Am Freitagnachmittag ereigneten sich in Osnabrück drei Taten mit vergleichbarem Begehungsmuster. Polizei sucht Hinweise zu unbekannten Täterinnen.
Osnabrück: Serie von Wohnungstaten beschäftigt Ermittler

Osnabrück (ost)
Am Freitagnachmittag ereigneten sich im Stadtgebiet von Osnabrück insgesamt drei Taten mit ähnlichem Tathergang. Betroffen waren Wohnungen in der Bremer Straße, der Natruper Straße und der Wersener Straße. In zwei Fällen blieb es beim Versuch, während in einem Fall ein Wohnungseinbruchdiebstahl stattfand.
Um 13 Uhr versuchten bisher unbekannte Täterinnen an der Bremer Straße (in der Nähe der Goldkampstraße), eine hölzerne Haustür aufzubrechen. Danach betraten zwei Frauen den Hausflur und inspizierten das Gebäude. Ein 78-jähriger Bewohner sprach die Frauen an. Daraufhin versuchten sie, den Mann gewaltlos in seine Wohnung zu bringen. Es entstand kein Schaden, es wurde nichts gestohlen.
Um 16.45 Uhr klingelten zwei unbekannte Frauen an der Wohnungstür einer älteren Bewohnerin in der Natruper Straße (in der Nähe der Piesberger Straße). Nachdem geöffnet wurde, drangen sie gewaltsam ein, indem sie das Opfer in die Wohnung zurückdrängten. Die Täterinnen hielten sich kurz in der Wohnung auf, wurden aber von der Bewohnerin wieder hinausgedrängt. Auch hier wurde nach bisherigen Erkenntnissen nichts gestohlen.
Um 17.30 Uhr ereignete sich in der Wersener Straße (in der Nähe des Teichwegs) ein vollendeter Raub. Zwei unbekannte Frauen gelangten unter einem Vorwand in die Wohnung einer 79-jährigen Frau. Während sie die Frau in der Küche ablenkten, durchsuchte eine weitere unbekannte Person die anderen Räume nach Wertgegenständen. Schmuck wurde gestohlen, die genaue Schadenshöhe ist derzeit unbekannt.
Eine unmittelbar eingeleitete Nahbereichsfahndung führte zu keinem Ergebnis. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand gaben die Täterinnen bei allen Taten an, einen Schlüssel für eine Nachbarin abgeben zu wollen. In mindestens zwei Fällen gelangten sie durch Zurückdrängen der Bewohner in die Wohnungen. Die Polizei prüft einen Zusammenhang zwischen den Taten.
Die beiden Haupttäterinnen werden wie folgt beschrieben: Eine Frau soll etwa 35 bis 40 Jahre alt, etwa 180 cm groß und kräftig sein. Sie trug einen Mantel in Aubergine, Winterstiefel oder Halbstiefel und einen auffälligen, dicken Schal. Die Frau hatte braune Haare bis zum Kinn. Die zweite Frau wird auf etwa 25 bis 30 Jahre geschätzt und soll etwa 170 cm groß sein. Sie hatte schwarze Haare bis zur Schulter, trug eine schwarze Jacke, schwarze Schuhe und eine blaue Jeans mit einem Loch auf Kniehöhe. Außerdem wird angenommen, dass eine dritte, bisher unbekannte Person damit beauftragt war, die Wohnungen zu durchsuchen.
Die Polizei Osnabrück hat Ermittlungen wegen versuchten und vollendeten Wohnungseinbruchdiebstählen aufgenommen und bittet um Hinweise.
Zeugen, die am Freitagnachmittag verdächtige Personen oder Situationen in den genannten Straßen beobachtet haben oder Informationen zu den beschriebenen Personen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0541/327-3303 oder -2215 bei der Polizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 im Jahr 2022 auf 225 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








