Eine zivile Verkehrskontrolle in Osnabrück endete mit der vorläufigen Festnahme eines E-Scooter-Fahrers aufgrund eines offenen Haftbefehls und mutmaßlichen Drogenbesitzes.
Osnabrück: Unerwartete Festnahme bei Verkehrskontrolle
Osnabrück (ost)
Ein Verkehrskontrollereignis am Mittwochnachmittag auf der Luisenstraße in Osnabrück nahm für zwei Polizeibeamte eine unerwartete Wendung: Was als Routineeinsatz wegen Verkehrsverstößen begann, endete in einer vorläufigen Festnahme – aufgrund eines offenen Haftbefehls und des Verdachts auf Drogenbesitz.
Um etwa 16.45 Uhr fiel den verdeckt arbeitenden Beamten ein E-Scooter-Fahrer auf, der ohne Versicherungskennzeichen auf der Luisenstraße in Richtung Knollstraße fuhr und dabei telefonierte. Bei der folgenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 26-Jährige einen Haftbefehl über 750 Euro hatte. Der Mann sollte daraufhin zur Wache gebracht werden.
Während der Maßnahmen weigerte sich der Beschuldigte, eine mitgeführte Plastiktüte herauszugeben, aus der ein starker Geruch nach Marihuana kam. Es kam zu Widerstand, bei dem der Mann einem Beamten einen Tritt versetzte. Die Einsatzkräfte konnten den Mann schließlich zu Boden bringen und festhalten.
Während der Festnahme kam es zu Verwirrung in der Umgebung: Mehrere Passantinnen hielten die verdeckt gekleideten Beamten zunächst nicht für Polizisten und mischten sich verbal ein.
Die Tüte des Beschuldigten wurde sichergestellt und enthielt eine beträchtliche Menge Marihuana. Ein freiwilliger Drogentest war positiv auf THC. Der 36-Jährige wurde anschließend zur Wache gebracht und kurz darauf nach Lingen überführt.
Die Polizei Osnabrück leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Fahrens ohne Versicherungsschutz.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle erfasst, wovon 33.839 aufgeklärt wurden. Es gab 30.300 Verdächtige, davon waren 26.376 männlich, 3.924 weiblich und 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wobei 25.755 männlich, 3.898 weiblich und 8.584 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten erfassten Drogenfälle in Deutschland mit insgesamt 73.917 Fällen.
2022 | 2023 | |
---|---|---|
Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt