Mordkommission ermittelt nach Schusswaffenmord an 37-Jährigem in Osterode. Motiv und Täter noch unbekannt.
Osterode am Harz: Tötungsdelikt in Osterode

Göttingen (ost)
OSTERODE (jk) – Nachdem die Leiche eines 37-jährigen Mannes in Osterode gefunden wurde (wie bereits berichtet, siehe auch https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/6368577), sind die Hintergründe und ein mögliches Motiv immer noch unbekannt. Es gibt bisher keine Hinweise auf den oder die Täter. Um das Verbrechen aufzuklären, wurde am Montag (12.10.26) eine Mordkommission (MOKO) eingerichtet. Am Wochenende hatten mehrere Ermittler bereits strukturiert mit den komplexen Untersuchungen zur Aufklärung der Tat und ihrer Hintergründe begonnen. Die umfangreichen Ermittlungen werden ohne Unterbrechung und mit Hochdruck in alle Richtungen fortgesetzt. Die MOKO befasst sich derzeit unter anderem mit der Befragung von Zeugen und anderen Personen.
Der 37-jährige Verstorbene stammt aus Herzberg (Landkreis Göttingen). Aus Respekt vor der Privatsphäre des Mannes und seiner Angehörigen werden keine weiteren Informationen über ihn bekannt gegeben.
Hinweise grenzen die Tatzeit ein
Seit dem Bekanntwerden des Verbrechens gehen beim Polizeikommissariat Osterode täglich zahlreiche Hinweise ein, die kontinuierlich ausgewertet werden. Aufgrund mehrerer übereinstimmender Beobachtungen von Zeugen lässt sich die Tatzeit mittlerweile auf etwa 01:20 Uhr am Samstagabend eingrenzen.
Der Fundort ist der Tatort
Laut den Ermittlungen der MOKO handelt es sich beim Fundort des Toten wahrscheinlich auch um den Tatort. Die intensiven forensischen Untersuchungen am und rund um den Verbindungsweg zwischen “Am Röddenberg” und “Freiheiter Straße” sind mittlerweile abgeschlossen. Die Auswertung des gesicherten Spurenmaterials läuft noch.
Obduktion angeordnet
Um die genaue Todesursache zu klären, ordnete das Amtsgericht Göttingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits am Samstag (10.10.26) eine rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams des Opfers an. Die Obduktion ergab, dass der 37-Jährige an den Folgen einer Schussverletzung verstarb. Weitere Details werden aus ermittlungstaktischen Gründen weiterhin nicht veröffentlicht.
Polizei bittet um weitere Unterstützung!
Die Polizei ist auch weiterhin auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger von Osterode angewiesen, um das Gewaltverbrechen aufzuklären. Zeugen, die in der Nacht der Tat gegen 01:20 Uhr oder kurz davor oder danach im Bereich “Am Röddenberg” und “Freiheiter Straße” verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, werden gebeten, sich erneut unter der Telefonnummer 05522/5080 beim Polizeikommissariat Osterode zu melden.
Die MOKO betont ausdrücklich, dass jede Beobachtung, egal wie klein, für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung sein kann, und bittet daher Zeugen, sich ohne Scheu zu melden. Alle Hinweise können rund um die Uhr mitgeteilt werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 380 Verdächtige, darunter 329 Männer, 51 Frauen und 152 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 236, wobei 225 Fälle aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 315 Verdächtige, darunter 269 Männer, 46 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








