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Ostfriesland: Gurtpflicht und Schutzhelme – Polizei zieht Bilanz

Die Polizeidirektion Osnabrück kontrollierte über 1000 Fahrzeuge, bei einem Fünftel wurden Verstöße gegen Gurtpflicht und Kindersicherung festgestellt. Ziel war Einsicht und Verständnis zu fördern.

Foto: unsplash

Osnabrück (ost)

Vom 09. bis 15. März beteiligte sich die Polizeidirektion Osnabrück an der europaweiten RoadPOL-Kontrollwoche „Seatbelt“. Ziel der Maßnahmen war es, die Einhaltung der Gurtpflicht zu überprüfen und das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für die lebensrettende Bedeutung des Sicherheitsgurts, Kindersitze und Schutzhelmen zu schärfen. Nun zieht die Polizei Bilanz. Im gesamten Direktionsgebiet – von der Ostfriesischen Küste bis zum Teutoburger Wald – kontrollierten die Einsatzkräfte mehr als 1000 Fahrzeuge. Der Schwerpunkt lag dabei insbesondere auf der vorschriftsmäßigen Sicherung von Fahrzeuginsassen, darunter auch Kindern. Bei etwa einem Fünftel der kontrollierten Insassen stellten die Beamtinnen und Beamten Verstöße gegen die Gurtpflicht oder die ordnungsgemäße Kindersicherung fest. „Unsere Kontrollen haben gezeigt, dass trotz der seit Jahrzehnten bestehenden Gurtpflicht noch immer viele Verkehrsteilnehmer unangeschnallt unterwegs sind oder Kinder nicht korrekt sichern“, resümiert Lars Plogmann, Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Gerade bei Kindern sei es besonders wichtig, dass Erwachsene Verantwortung übernehmen. „In Gesprächen mit Fahrerinnen und Fahrern sowie Eltern haben unsere Einsatzkräfte intensiv über die Gefahren mangelnder Sicherung im Auto sowie fehlender Schutzmaßnahmen im Radverkehr aufgeklärt. Unser vorrangiges Ziel war es nicht, Verwarnungsgelder zu erheben, sondern Verständnis zu fördern und Einsicht zu erreichen“, so Plogmann weiter. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer: Sicherheitsgurte, Kinderrückhaltesysteme und Fahrradhelme können Leben retten. Wer sich anschnallt und Schutzmaßnahmen konsequent nutzt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Die Kontrollmaßnahmen fanden im Rahmen des RoadPOL-Verbunds statt, einem Zusammenschluss europäischer Verkehrspolizeien, der sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr einsetzt. Vergleichbare Kontrollen werden auch künftig regelmäßig – offen wie verdeckt – durchgeführt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Niedersachsen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 211.737 Unfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330, was 81,86% entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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