Experten diskutieren über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz, Cybercrime und digitale Forensik auf die Polizeiarbeit. Rund 90 Fachleute trafen sich zur bundesweiten Tagung in Hann. Münden.
Polizei-Informatik Fachtagung: KI, Cybercrime und digitale Forensik

Hann. Münden (ost)
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Polizeiarbeit? Welche Chancen und Herausforderungen bringen digitale Forensik, Cybercrime oder der Umgang mit Deepfakes mit sich? Antworten auf diese Fragen standen im Mittelpunkt der 11. Fachtagung Polizei-Informatik, die am 12. und 13. August 2026 an der Polizeiakademie Niedersachsen in Hann. Münden stattfand. Rund 90 Fachleute aus Polizei, Wissenschaft, Hochschulen und Einrichtungen der Cybersicherheit kamen zum bundesweiten Austausch zusammen.
In knapp 40 Fachvorträgen diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Entwicklungen der Polizei-Informatik – von Künstlicher Intelligenz über Digitale Forensik bis hin zur Bekämpfung von Cybercrime und der Erkennung von Deepfakes. Ergänzt wurde das Programm durch Vorträge zu herausragenden Bachelor- und Masterarbeiten, die innovative Forschungsansätze für die Polizeipraxis aufzeigten.
“Die Digitalisierung verändert die Polizeiarbeit mit hoher Dynamik. Gerade der Austausch zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen ist entscheidend, um tragfähige Lösungen für die Herausforderungen der digitalen Transformation zu entwickeln”, betonte Prof. a. d. PA Dr. Heike Matthias-Ripke, Leiterin der Abteilung 1 der Polizeiakademie Niedersachsen, in ihrem Grußwort zu Beginn der Tagung.
Die Fachtagung Polizei-Informatik hat sich in den vergangenen Jahren zu einer bundesweiten Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Polizei, Wissenschaft und Forschung entwickelt. Sie fördert den Wissenstransfer und gibt Impulse für die Weiterentwicklung der digitalen Polizeiarbeit.
Ein weiterer Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des Polizei-Informatik-Preises für den besten Vortrag zu einer studentischen Abschlussarbeit. Mit der Auszeichnung werden heraus-ragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Polizei-Informatik gewürdigt.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Statistiken über Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 12917 im Jahr 2022 auf 13218 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 auf 5070. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3226 auf 3422, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2212 auf 2310 und die der weiblichen Verdächtigen von 1014 auf 1112 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 788 auf 950. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 12.917 | 13.218 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.662 | 5.070 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.226 | 3.422 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.212 | 2.310 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.014 | 1.112 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 788 | 950 |
Quelle: Bundeskriminalamt








