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Polizeieinsatz an Hauptbahnhöfen, Teilnahme der Bundespolizeidirektion Hannover am bundesweiten Schwerpunkteinsatz – Bilanz zum Einsatz

Die Bundespolizei führte Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität durch, verstärkt durch Mobile Kontrolleinheiten und Bundesbereitschaftspolizei. Zusammenarbeit mit Landespolizeien und DB Sicherheit.

Bild aus der Bundespolizeiinspektion Hamburg
Foto: Presseportal.de

Hannover /Hamburg / Bremen (ost)

Zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität beteiligte sich die Bundespolizeidirektion Hannover vom 25. bis 27. September 2026 an den Hauptbahnhöfen in Hamburg, Hannover und Bremen an dem bundesweiten Schwerpunkteinsatz des Bundespolizeipräsidiums.

Die Einsatzmaßnahmen der Bundespolizeidirektion Hannover fanden in den Nächten von Freitag auf Samstag, sowie von Samstag auf Sonntag, jeweils in der Zeit von 18:00 Uhr bis 03:00 Uhr, an den drei Hauptbahnhöfen statt.

Die Bundespolizeiinspektionen Hamburg, Hannover und Bremen waren mit insgesamt über 300 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Bundespolizei im Einsatz, verstärkt durch die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit Hannover (MKÜ), Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei, Super-Recogniser und Diensthundeführer.

Es erfolgte zudem über den gesamten Einsatzzeitraum eine abgestimmte, verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landespolizeien in Hamburg, Hannover und Bremen der DB Sicherheit sowie den weiteren Partnern aus den Sicherheitskooperationen der Behörde.

Ziel war es durch die Erhöhung des Kontrolldrucks, die Gewaltkriminalität zu reduzieren, Straftäter aus der Anonymität zu heben sowie die Begehung von Straftaten zu verhindern. Auch die Einhaltung der Allgemeinverfügungen zum Mitführverbot von gefährlichen Werkzeugen, Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messern aller Art wurde überwacht.

Gesamtbilanz des Einsatzes in Zahlen:

Bilanz an den jeweiligen Hauptbahnhöfen:

Hannover:

Hamburg:

Bremen:

Einordnung des Einsatzes durch den Präsidenten Michael Schuol der Bundespolizeidirektion Hannover:

“Unsere Bilanz zeigt: Die Kontrollen bleiben notwendig, weil immer noch zu viele gefährliche Gegenstände mitgeführt werden. Wir werden auch weiterhin flexibel und unberechenbar unsere Präsenzeinsätze durchführen und so den Kontrolldruck hochhalten, um Reisende sowie Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen. Messer und ähnliche Gegenstände werden an Bahnhöfen und in Zügen nicht geduldet und konsequent geahndet”

Besonders hervorzuhebende Sachverhalte:

Hannover:

Auffälliges Verhalten am Bahnsteig führt zu Sicherstellung von Waffe

Fahndungsbeamte der Bundespolizei haben am Freitagabend im Hauptbahnhof Hannover zwei junge Erwachsene vorläufig festgenommen, nachdem diese durch ihr auffälliges Verhalten in den Fokus der Ermittler geraten waren. Ein 22-jähriger Mann und eine 21-jährige Frau haben auf dem Bahnsteig stark koordinationsgestörte Bewegungsabläufe aufgezeigt.

Bei der Personenkontrolle und anschließenden Durchsuchung vor Ort stießen die Beamten bei dem 22-Jährigen auf einen griffbereiten Teleskopschlagstock sowie diverse Medikamente.

Für die weiteren polizeilichen Maßnahmen wurde das Duo in die Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Dort wurden weitere Funde gemacht: Neben einer geringen Menge der Droge Ketamin führten die Heranwachsenden mehrere medizinische Rezepte mit sich, die jedoch auf fremde Personalien ausgestellt waren. Sowohl die mutmaßlich illegal erlangten Medikamente und Rezepte als auch die Waffe wurden als Beweismittel für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt.

Gegen die beiden Beschuldigten wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie gegen die aktuell gültige Allgemeinverfügung der Bundespolizeidirektion Hannover eingeleitet. Zudem werden strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetz geprüft.

Hamburg:

Bundespolizisten beenden Schlägerei am Hamburger Hauptbahnhof – Hauptverdächtigter nach Fluchtversuch gestellt

Mehrere Personen im Alter zwischen 17 und 34 Jahren waren am Samstagnachmittag im Bereich der Rolltreppe zur U2/U4 an der Kirchenallee aneinandergeraten. Bundespolizisten wurden durch Rufe von Mitarbeitenden der DB-Sicherheit auf den Vorfall aufmerksam. Als die Beamten die Personengruppe zu Fuß erreichten und die Beteiligten trennten, ergriff ein 21-Jähriger sofort die Flucht in Richtung Fischerturm.

Zwei Bundespolizisten holten den Flüchtigen nach einer kurzen Verfolgung ein. Da er den Anweisungen nicht direkt Folge leistete, mussten die Beamten einfache körperliche Gewalt anwenden, um den Mann zu Boden zu bringen und zu fixieren. Aufgrund der akuten Fluchtgefahr wurden ihm Handfesseln angelegt.

Der 21-Jährige wurde für die Identitätsfeststellung und die weiteren polizeilichen Maßnahmen zur Dienststelle gebracht. Parallel dazu stellten weitere Einsatzkräfte die Identitäten der übrigen sieben Beteiligten (sechs Männer und eine Frau im Alter von 17 bis 34 Jahren) fest.

Die Auswertung der Videoüberwachung des Bahnhofsvorplatzes bestätigte den Verdacht: Die Aufnahmen zeigen deutlich, wie der 21-Jährige im Verlauf der Schlägerei, an der mindestens fünf Personen aktiv beteiligt waren, einen 26-jährigen Mann packte und ihm einen gezielten Kniestoß in den Bauch versetzte. Direkt im Anschluss versuchte er zu entkommen. Es wurde eine Strafanzeige wegen Körperverletzung eingeleitet, die Ermittlungen dauern an.

Bremen:

Erfolg durch Super-Recogniser

Ein Super-Recogniser erkannte am späten Samstagabend Hauptbahnhof einen 44-Jährigen wieder, der im dringenden Verdacht steht, Ende August einen Handydiebstahl begangen zu haben. Dem Mann wird vorgeworfen, am 30. August 2026 in einem örtlichen Schnellrestaurant das Mobiltelefon eines schlafenden Gastes entwendet zu haben. Die Auswertung des Videomaterials sowie die Maßnahmen der Bundespolizei führten zur Identifizierung des Tatverdächtigen. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Wie die Bundespolizei mitteilte, ist der Beschuldigte kein Unbekannter: Er ist bereits in der Vergangenheit wegen zahlreicher Eigentums- und Betäubungsmitteldelikte polizeilich in Erscheinung getreten.

Unter nachfolgendem Link kann die Pressemitteilung des Bundespolizeipräsidiums mit einer Bilanzierung des bundesweiten Gesamteinsatzes eingesehen werden: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/73990/6361640

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, von denen 33.839 gelöst wurden. Es gab insgesamt 30.300 Verdächtige, darunter 26.376 Männer, 3.924 Frauen und 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 36.058, von denen 33.800 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, darunter 25.755 Männer, 3.898 Frauen und 8.584 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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