Ein Familienstreit löste einen größeren Polizeieinsatz aus. Ein Mann zielte mit einer Waffe auf ein Auto und bedrohte Polizeibeamte.
Polizeieinsatz in Osnabrück

Osnabrück (ost)
Am Samstagabend führte ein Familienstreit zu einem umfangreichen Polizeieinsatz und verunsicherte die Anwohner in Osnabrück-Lüstringen.
Um 21.45 Uhr wurde der Polizei ein lauter Streit in der Nachbarschaft gemeldet. Ein Mann soll vor dem betroffenen Haus sogar eine Waffe auf ein Auto gerichtet haben. Das Fahrzeug verließ dann den Ort. Als zahlreiche Einsatzkräfte eintrafen, bewegte sich ein Auto vom Straßenrand, während die Polizei den Sachverhalt aufnahm und Zeugen befragte – es fuhr langsam auf einige Polizeibeamte zu. Erst als eine Schusswaffe vorgehalten wurde, stoppte das Fahrzeug. Der Fahrer stieg freiwillig aus, der Beifahrer konnte schließlich auch dazu bewegt werden, das Auto zu verlassen.
Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich um Vater und Sohn handelte (67 und 29 Jahre alt). Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden das Auto und die Wohnung durchsucht. Dabei fanden die Einsatzkräfte im Auto zwei Nachbildungen eines Sturmgewehrs und in der Wohnung eine Machete und einen Baseballschläger. Die Untersuchungen zu den Hintergründen und weiteren Beteiligten des Streits dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist ebenfalls gesunken, von 258 im Jahr 2022 auf 225 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 380 im Jahr 2022 auf 315 im Jahr 2023. Insgesamt gab es 329 männliche und 51 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 269 männliche und 46 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 152 im Jahr 2022 auf 127 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








