Polizei führt Schwerpunktkontrollen durch, Pkw-Fahrer versucht zu flüchten – vorläufige Festnahme
Polizeikontrollen in Lüneburg

Lüneburg (ost)
++ Schwerpunktkontrollen “Betäubungsmittelkriminalität und Kriminalitätsbekämpfung” sowie Verkehrskontrollen im Lüneburger Stadtgebiet ++ Polizei ist präsent und kontrolliert ++ Pkw-Fahrer versucht zu flüchten – vorläufige Festnahme ++
Lüneburg
In den Nachmittags- und Abendstunden des 09.10.2026 führten die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-D./Uelzen sowie Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Lüneburg mit Schwerpunkt Stadtgebiet Lüneburg umfassenden Kontroll- und Präsenzmaßnahmen durch.
Ziel der Maßnahme war es, die Präsenz an speziellen Örtlichkeiten zu erhöhen, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und Erkenntnisse in den Bereichen Eigentums- und Betäubungsmittelkriminalität zu gewinnen. Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen wurden durch die mehr als 40 Einsatzkräfte, die auch in zivil unterwegs waren, insgesamt 42 Kraftfahrzeuge sowie 94 Personen überprüft. Im Zuge einer Kontrolle in einer Gaststätte im Stadtgebiet von Lüneburg konnten durch die Beamten zwei Portionen Kokain sowie ein Springmesser sichergestellt werden. Insgesamt leiteten die BeamtInnen drei Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Parallel ahndete die Polizei insgesamt 27 Verkehrsordnungswidrigkeiten.
Während der Kontrollmaßnahmen kam es zudem zu einem schwerwiegenden Vorfall im Straßenverkehr. Der 33 Jahre alte Fahrer eines Pkw Ford Kuga (mit belgischem Kfz-Kennzeichen) missachtete eine rote Lichtzeichenanlage in einem Kreuzungsbereich. Bei dem Versuch, den Beamten durch eine Verfolgungsfahrt zu entkommen, überfuhr der Fahrer mehrfach rote Ampeln und gefährdete dabei wiederholt den Gegenverkehr. Die Verfolgungsfahrt endete gegen 21:30 Uhr in einem alleinbeteiligten Unfall in der Scharhoststraße. Der Fahrzeugführer versuchte anschließend zu Fuß zu flüchten, konnte jedoch durch die Einsatzkräfte eingeholt und vorläufig festgenommen werden. Gegen den unter Drogeneinfluss stehenden Mann wurden Ermittlungen wegen Trunkenheit im Verkehr, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr sowie des unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 33.839 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche und 3.924 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus wurden 7.947 nicht-deutsche Verdächtige registriert. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch auf 29.653, wobei 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige verzeichnet wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 8.584. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle in Niedersachsen. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% entspricht. 1.665 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330 Fälle, was 81,86% entspricht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








