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Positive Bilanz der Gemeindefeuerwehr Großenkneten

Nach ereignisreichem Jahr mit 180 Einsätzen und 4.331 Einsatzstunden zieht Gemeindebrandmeister positive Bilanz für 2025.

Foto: Gemeindefeuerwehr Großenkneten / Im Vordergrund: Gemeindebrandmeister Sebastian Wolf, im Hintergrund Stellvertretender Gemeindebrandmeister Kevin Engler
Foto: Presseportal.de

Gemeinde Großenkneten (ost)

Nach den Jahreshauptversammlungen der vier Ortsfeuerwehren sowie der Jugendfeuerwehr haben Gemeindebrandmeister Sebastian Wolf und sein Stellvertreter Kevin Engler eine Bilanz des vergangenen Jahres bei der Gemeindefeuerwehr Großenkneten gezogen und diese fällt eindrucksvoll aus.

„Hinter den freiwilligen Mitgliedern liegt ein ereignisreiches Jahr, das erneut gezeigt hat, wie vielfältig, anspruchsvoll und fordernd zugleich unser Dienst für die Allgemeinheit ist“, betont Wolf. Sein besonderer Dank gilt allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die auch unter schwierigen Bedingungen Verantwortung übernehmen und einen Großteil ihrer Freizeit in Ausbildung, Übungen und Einsätze investieren.

Aktuell engagieren sich 242 aktive Mitglieder in den vier Ortsfeuerwehren, hinzu kommen 69 Kameraden in den Altersabteilungen. Neben unzähligen Ausbildungsstunden rückten die Einsatzkräfte im Jahr 2025 zu 180 Einsätzen aus und leisteten dabei insgesamt 4.331 Einsatzstunden.

Einsätze, die in Erinnerung bleiben

Wie unterschiedlich die Herausforderungen waren, zeigen beispielhaft zwei Ereignisse: Beim Großbrand auf einem Schrottplatz im Ortsteil Munderloh in der Gemeinde Hatten unterstützten Kräfte aus der Gemeindefeuerwehr Großenkneten die Löscharbeiten über mehr als 36 Stunden hinweg. Der Einsatz verlangte Personal und Material gleichermaßen alles ab und verdeutlichte, wie entscheidend eine leistungsfähige Feuerwehr, funktionierende Führungsstrukturen sowie die Zusammenarbeit über Orts- und Gemeindegrenzen hinweg sind.

Besonders belastend für die Gemeindefeuerwehr war auch der 14. August 2025: Innerhalb eines einzigen Tages mussten sechs Einsätze abgearbeitet werden. Von der Tragehilfe für den Rettungsdienst über eine ausgelöste Brandmeldeanlage und einen Vegetationsbrand bis hin zu einem Gebäudebrand, einem Verkehrsunfall und einer Tierrettung. Die Einsatzserie zeigt eindrucksvoll die enorme Bandbreite der Aufgaben einer freiwilligen Feuerwehr.

Neue Unterstützungseinheiten stärken Schlagkraft

Ein bedeutender Schritt zur weiteren Verbesserung der Einsatzfähigkeit war die Aufstellung überörtlicher Unterstützungseinheiten im Landkreis Oldenburg. Die Idee entstand im Zuge der Erstellung eines Einsatzplanes für ein großes Logistikzentrum in Ahlhorn sowie aus den Erfahrungen beim Schrottplatzbrand. Inzwischen haben alle Gemeindefeuerwehren erweiterte Löschzüge benannt, die bei Bedarf gezielt alarmiert werden können. Dieses erfolgversprechende Modell stößt auch in den weiteren Landkreisen und kreisfreien Städten im Bereich der Großleitstelle Oldenburger Land auf Interesse und wird dort geprüft.

In der Gemeindefeuerwehr Großenkneten umfasst diese Einheit derzeit ein Führungsfahrzeug sowie jeweils ein Löschfahrzeug aus jeder Ortsfeuerwehr. Alles in allem ein sichtbares Zeichen für die enge Zusammenarbeit und die gestiegene überörtliche Schlagkraft.

Mehr Schutz für die Einsatzkräfte

Ein lange vorbereitetes und für die Gesundheit der Einsatzkräfte sehr wichtiges Projekt wird nun umgesetzt: Die Verbesserung der Einsatzhygiene. Hierfür wurde umfangreiches Material bestellt. Jede Ortsfeuerwehr erhält künftig einen eigenen Anhänger zur Grobreinigung, welcher auch mit Wechseloverals bestückt ist. Zusätzlich steht ein größerer Anhänger für Einsätze mit mehr als vier Atemschutzgeräteträgern zur Verfügung. Dieser ist mit Wetterschutz, Umkleide- und Waschmöglichkeiten sowie perspektivisch auch mit Ersatz-Schutzkleidung für größere Einsätze ausgestattet. Ziel ist es, Feuerwehrleute insbesondere nach Einsätzen unter Atemschutz fachgerecht und schnell dekontaminieren zu können.

Ausbildung, Vegetationsbrandbekämpfung und Nachwuchs

Auch im Ausbildungsbereich gab es Fortschritte: Neben dem Modul A der Motorsägenausbildung wurde erstmalig auch das Modul B erfolgreich durchgeführt. Ein weiteres Schwerpunkthema ist die Vegetationsbrandbekämpfung. Hierfür sollen die Einsatzkräfte ab 2026 schrittweise mit leichterer, speziell geeigneter Schutzkleidung ausgestattet werden.

Große Bedeutung misst die Feuerwehr weiterhin der Nachwuchsarbeit bei. Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit 26 Mitglieder, das Verhältnis von Mädchen und Jungen ist nahezu ausgeglichen. Höhepunkte des vergangenen Jahres waren unter anderem das Zeltlager des Oldenburgischer Feuerwehrverband in Delmenhorst, ein Besuch bei der Berufsfeuerwehr Bremen sowie das Bestreiten mehrerer Wettbewerbe. Für 2026 laufen bereits die Vorbereitungen für die Teilnahme am Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Bookholzberg.

Positive Gesamtbilanz

Auch organisatorisch gab es Veränderungen: Mit der modernisierten Niedersächsischen Feuerwehrverordnung wurden Dienstgrade angepasst und zahlreiche Beförderungen ausgesprochen, künftig stärker orientiert an Ausbildung, Qualifikation und ausgeübten Funktionen. Zudem erhielten Einsatzkräfte Ehrungen des Landes für den Hochwassereinsatz 2023.

Sebastian Wolf zieht ein rundum positives Fazit: „Die Gemeindefeuerwehr Großenkneten ist personell stark aufgestellt, fachlich gut ausgebildet und organisatorisch zukunftsfähig ausgerichtet. Zum Schutz und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.“

Quelle: Presseportal

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