Die Landeshauptstadt Hannover, der Zoll und die Polizei führten gemeinsame Gewerbekontrollen durch und entdeckten Verstöße gegen Gesetze, darunter illegalen Glücksspiel und den Handel mit Kokain und Cannabis.
Ricklingen: Behörden stellen zahlreiche Verstöße fest

Hannover (ost)
Am Freitag, dem 05.06.2026, führten die Behörden der Landeshauptstadt Hannover, der Zoll und die Polizei Hannover gemeinsame Gewerbekontrollen in verschiedenen Stadtteilen im Westen von Hannover durch.
Während der Aktion wurden insgesamt 15 Gewerbebetriebe von den Einsatzkräften überprüft. Das Ziel der Kontrollen bestand darin, gewerbe-, steuer-, jugendschutz- und ordnungsrechtliche Vorschriften zu überwachen.
Bei den Kontrollen wurden zahlreiche Verstöße festgestellt, darunter Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, die Gewerbeordnung, das Verpackungsgesetz, das Niedersächsische Bauordnungsrecht sowie steuerrechtliche Vorschriften. Die zuständigen Behörden leiteten entsprechende Verfahren ein.
Zusätzlich wurden Verstöße im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel aufgedeckt. Dabei wurden mehrere Spielautomaten beschlagnahmt und Strafverfahren eingeleitet. Bei weiteren Kontrollen wurden auch Lachgasprodukte sichergestellt, die gegen geltende Vorschriften verstoßen haben. Der Verkauf von Lachgas zu Konsum- und Rauschzwecken ist seit Anfang April dieses Jahres verboten.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Kontrolle eines Gewerbebetriebs im Stadtteil Ricklingen. Dort gab es Hinweise auf den unerlaubten Handel mit Kokain und Cannabis. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten mutmaßliches Kokain, Cannabis, Bargeld, Mobiltelefone, Messer und eine Feinwaage. Es folgten Durchsuchungen von Wohnungen und Fahrzeugen. Die Ermittlungen dauern an.
Insgesamt wurden elf Strafverfahren im Rahmen des Einsatzes eingeleitet. Dazu gehören zwei Fälle von illegalem Glücksspiel, zwei Verstöße gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz sowie ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Kokain. Zusätzlich wurden zahlreiche Ordnungswidrigkeiten festgestellt. /dok, mash
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 35970 Fälle aufgezeichnet, wovon 33839 gelöst wurden. Es gab insgesamt 30300 Verdächtige, darunter 26376 Männer, 3924 Frauen und 7947 Nichtdeutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle geringfügig auf 36058, wobei 33800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 29653 zurück, wobei 25755 Männer, 3898 Frauen und 8584 Nichtdeutsche betroffen waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








