Ein lauter Knall und Brand verletzten acht Personen und eine Katze in Ricklingen. Feuerwehr löste “Massenanfall von Verletzten” aus.
Ricklingen: Explosion in Wohngebäude acht Verletzte

Hannover (ost)
Bei einem schweren Vorfall in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Ricklingen wurden am Dienstagmittag acht Personen und eine Katze verletzt. Nach einem lauten Knall und einem anschließenden Brand im zweiten Stockwerk löste die Feuerwehr vorsorglich das Stichwort “Massenanfall von Verletzten” aus.
Heute Morgen gegen 11:50 Uhr gingen mehrere Notrufe in der Regionsleitstelle Hannover ein. Anrufer berichteten von einem lauten Knall und aufsteigendem Rauch im Bereich der Dannenbergstraße in Ricklingen.
Die alarmierten Einsatzkräfte fanden am Heinrich-Bock-Weg eine ernste Situation vor. Im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses stand ein Bereich des Gebäudes in Flammen. Außerdem lagen Trümmerteile im Garten und auf der angrenzenden Straße.
Vor dem Gebäude wurde eine schwer verletzte Person entdeckt. Aufgrund der Situation und der unklaren Lage erhöhte die Einsatzleitung sofort die Alarmstufe und löste vorsorglich das Einsatzstichwort “Massenanfall von Verletzten” (MANV) aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde angenommen, dass sich weitere Verletzte oder Betroffene im Gebäude befinden könnten.
Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Rettung von Menschen und zur Erkundung in das Gebäude. Die Einsatzkräfte durchsuchten das Gebäude systematisch nach weiteren Betroffenen. Gleichzeitig wurde mit der Brandbekämpfung begonnen, dabei kam auch eine Drehleiter zum Einsatz.
Im Laufe des Einsatzes mussten insgesamt acht verletzte Personen von einem Leitenden Notarzt gesichtet und medizinisch versorgt werden. Ein 36-jähriger Mann erlitt schwere Verletzungen. Drei weitere Personen wurden mittelschwer verletzt. Diese Patienten waren alle Männer im Alter von 31, 58 bzw. 68 Jahren. Alle vier wurden zur weiteren Behandlung in hannoversche Krankenhäuser gebracht. Vier leicht verletzte Personen konnten vor Ort bleiben, nachdem sie untersucht und versorgt worden waren. Eine Notfallseelsorgerin war ebenfalls vor Ort, um unverletzte, aber betroffene Personen zu betreuen.
Die Feuerwehr fand eine verletzte Katze und brachte sie zur weiteren Versorgung in die Tierärztliche Hochschule Hannover.
Ein Baustatiker wurde hinzugezogen, um mögliche Gebäudeschäden zu beurteilen. Er untersuchte sowohl das betroffene Gebäude als auch angrenzende Nachbargebäude. Das hauptsächlich von der Explosion und dem Brand betroffene Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Die Unterbringung der acht betroffenen Bewohner wurde vom Vermieter organisiert. An vier weiteren Gebäuden in der Nähe wurden Schäden festgestellt, diese sind jedoch weiterhin bewohnbar.
Die Polizei Hannover hat die Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls und zur Höhe des Sachschadens aufgenommen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit bis zu 50 Einsatzkräften und 22 Fahrzeugen bis 17:05 Uhr vor Ort.
Quelle: Presseportal








