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Sachsen-Anhalt: 30 Jahre Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) in Magdeburg

Polizei und Zoll ziehen erfolgreiche Bilanz. In den letzten 10 Jahren wurden mehrere hundert Kilogramm Drogen beschlagnahmt und über 100 Jahre Freiheitsstrafe verhängt.

Aufnahme zu einer Sicherstellung der GER Magdeburg aus dem Jahr 2022 von insgesamt 17 kg Methamphetamin (Crystal) und 1 kg Kokain.
Foto: Presseportal.de

Hannover/Magdeburg (ost)

30 Jahre Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) in Magdeburg -Polizei u. Zoll ziehen erfolgreiche Bilanz -In letzten 10 Jahren mehrere hundert Kilogramm Drogen beschlagnahmt und mehr als 100 Jahren Freiheitsstrafe verhängt

Gemeinsame Pressemitteilung des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt und des Zollfahndungsamtes Hannover

Hannover/Magdeburg, 1. August 2025 – Anlässlich des morgigen 30-jährigen Bestehens der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) möchten das Zollfahndungsamt Hannover und das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt ihre erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit würdigen. Seit dem 02.08.1995, also über drei Jahrzehnte hinweg, hat diese interdisziplinäre Einheit einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität geleistet.

Die GER, bestehend aus erfahrenen Zoll- und Polizeibeamten, hat sich durch ihre effektive Zusammenarbeit als ein herausragendes Modell bewährt. Die Kooperation zwischen den Behörden hat es ermöglicht, komplexe Ermittlungen in verschiedenen Bereichen der Rauschgiftkriminalität erfolgreich durchzuführen. Insbesondere im Bereich des internationalen Kokainhandels und der illegalen Herstellungvon synthetischen Drogen wurden bedeutende Erfolge erzielt.

Allein seit dem Jahr 2015 konnte die GER beeindruckende Mengen an Drogen sicherstellen: 15 kg Methamphetamin, 5 kg Kokain, 14 kg Amphetamin, 186 Kg Haschisch, 275 kg Marihuana, über 5.000 Cannabispflanzen und fast 1,2 t Grundstoffen zur Herstellung von synthetischen Drogen. Diese Erfolge spiegeln sich auch in den Verurteilungen wieder: Beschuldigte aus verschiedenen Verfahren wurden allein in den letzten 10 Jahren zu insgesamt über 100 Jahren Freiheitsstrafen verurteilt.

Ein weiteres zentrales Ziel der GER ist die Abschöpfung von kriminellenVermögen, die aus Straftaten generiert wurden. Unter dem Grundsatz „Verbrechen darf sich nicht lohnen“ wurden in den letzten zehn Jahren kriminelle Vermögenswerte in Höhe von 4 Millionen Euro sichergestellt.

Die zunehmende Gewaltbereitschaft der Beschuldigten stellt eine große Herausforderung dar. Dies zeigt sich auch in der umfangreichen Sicherstellung von Waffen, die im Rahmen der Ermittlungen gefunden wurden.

Monika Dennhardt, Leiterin des Zollfahndungsamts Hannover, betont: „Die behördenübergreifende Zusammenarbeit hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Nur durch diese schlagkräftige Kooperation können wir der organisierten Kriminalität effektiv entgegentreten und sie erfolgreich bekämpfen. Diese Erfolge sind ein Beleg für die Stärke unserer gemeinsamen Arbeit.“

Birgit Specht, Direktorin des LKA Sachsen-Anhalt, unterstreicht: „Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift ist für die Sicherheit in unserem Land von unschätzbarem Wert. Ihre Arbeit trägt wesentlich dazu bei, dass wir der organisierten Rauschgiftkriminalität effektiv begegnen können und freue mich auf viele weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit.“

Das Zollfahndungsamt Hannover und das LKA Sachsen-Anhalt danken allen Beteiligten für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der öffentlichen Sicherheit und des Rechtsstaats. Gemeinsam setzen sie ein klares Zeichen gegen die organisierte Kriminalität und arbeiten weiterhin unermüdlich daran, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine stabile Tendenz. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, wobei 33.839 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 30.300, wobei 26.376 männliche Verdächtige und 3.924 weibliche Verdächtige waren. Es gab auch 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wobei 25.755 männliche Verdächtige und 3.898 weibliche Verdächtige registriert wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 8.584. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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