Polizei warnt vor Trickbetrug über Instagram. Täter erschleichen digitale Guthabenkarten von Schülerinnen.
Salzgitter, Peine, Wolfenbüttel: Instagram-Betrug mit Playstation-Codes

Salzgitter, Peine, Wolfenbüttel (ost)
Betrug über Instagram: Schülerinnen wurden um Playstation-Codes betrogen.
Die Polizei warnt vor Trickbetrug – Dunkelziffer wahrscheinlich höher.
In den letzten sechs Wochen wurden mindestens vier Vorfälle gemeldet, bei denen Täter über Instagram Playstation-Guthabenkarten von Schülerinnen ergaunert haben. Dies sind rechtlich betrachtet Trickbetrugsfälle.
Nach bisherigen Informationen nehmen die Täter gezielt Kontakt zu minderjährigen Schülerinnen auf. Sie bauen zunächst Vertrauen über Direktnachrichten auf – oft unter dem Vorwand von Freundschaft, romantischer Beziehung oder vermeintlicher Notlage. Anschließend werden die Betroffenen dazu gebracht, digitale Guthabenkarten für das PlayStation Network (PSN) zu kaufen und die Codes per Nachricht zu übermitteln.
Der Schaden beträgt etwa 50 Euro pro eingelöstem PSN-Code. In den bisher gemeldeten Fällen beläuft sich der Gesamtschaden pro Tat meist auf 100 bis 200 Euro. Es wird vermutet, dass das tatsächliche Ausmaß deutlich höher ist. Viele betroffene Schülerinnen erstatten zunächst keine Anzeige – oft werden die Taten erst entdeckt, wenn Eltern Unregelmäßigkeiten feststellen.
Was verbirgt sich hinter diesem Phänomen?
Beim sogenannten „Guthabenkarten-Betrug“ nutzen Täter die Anonymität sozialer Netzwerke, um gezielt junge Menschen anzusprechen. Playstation-Guthabencodes sind für Kriminelle besonders attraktiv, da sie:
Oft handeln die Täter professionell, manchmal auch in Teams und aus dem Ausland. Die emotionale Manipulation („Love Scamming light“), Gruppendruck oder subtile Drohungen spielen dabei eine Rolle.
Tipps von der Polizei
Eltern:
Schülerinnen und Schüler:
Hinweis
Opfer eines solchen Betrugs sollten umgehend Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle erstatten. Jeder gemeldete Fall hilft, Täterstrukturen aufzudecken und weitere Straftaten zu verhindern.
Die Polizei empfiehlt: Seien Sie aufmerksam – digitale Freundschaften sollten nicht als Einfallstor für Straftaten dienen.
Quelle: Presseportal








