Couragierte Zeugen verhindern Flucht des Täters. Passant leicht verletzt.
Schwerer Raubversuch in Wolfsburg

Wolfsburg (ost)
Wolfsburg, Fallersleben, Krummer Morgen
09.09.2026, 20.00 Uhr
Am Abend des Mittwochs versuchte ein junger Mann im Alter von 18 Jahren, eine Familie in der Wolfsburger Siedlung Fallersleben in ihrer Wohnung zu überfallen. Augenzeugen verfolgten den fliehenden Täter und übergaben ihn der Polizei. Die Polizei lobt das mutige und dennoch besonnene Eingreifen der Zeugen.
Der maskierte Täter läutete am Mittwochabend an der Haustür eines Einfamilienhauses in der Straße Krummer Morgen. Als das Kind der Familie die Tür öffnete, drängte sich der 22-Jährige vorbei und betrat das Haus. Dort griff er die Hauseigentümerin an, verletzte sie und bedrohte sie mit einem gefährlichen Gegenstand. Die Frau leistete dennoch erheblichen Widerstand, und der Täter floh aus dem Haus. Drei Passanten wurden durch die Hilferufe aus dem Haus auf den flüchtenden Täter aufmerksam. Nach einer kurzen Verfolgung konnten sie den 22-Jährigen stellen und ihn bis zum Eintreffen einer Streifenwagenbesatzung festhalten.
Ein 55-jähriger Passant wurde bei der Verfolgung vom Täter mit Pfefferspray leicht verletzt. Er wurde vor Ort von einem Rettungswagen behandelt.
Der Täter wurde vorübergehend von den Polizeibeamten festgenommen und zur Polizeidienststelle in Wolfsburg gebracht.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig stellte am Donnerstagmorgen keinen Antrag auf Haftbefehl. Der 22-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen freigelassen. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen versuchten schweren Raubes und Körperverletzung eingeleitet.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Niedersachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3370 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 bereits 4234 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2265 auf 2839. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2903 im Jahr 2022 auf 3420 im Jahr 2023. Insgesamt gab es 2625 männliche Verdächtige und 278 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 3115 männliche und 305 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 1144 auf 1459. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.370 | 4.234 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.265 | 2.839 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.903 | 3.420 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.625 | 3.115 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 278 | 305 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.144 | 1.459 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls zurück, von 258 im Jahr 2022 auf 225 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 380 auf 315, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








