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Schwerpunkteinsatz im Raum Wilhelmshaven

Das LKA Niedersachsen war zur Abwehr hybrider Bedrohungen in Wilhelmshaven im Einsatz. Es ging um die Verdichtung sicherheitsbehördlicher Erkenntnisse und die Weiterentwicklung der Einsatztaktik.

Foto: unsplash

Hannover (ost)

Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen hat in den letzten zwei Wochen (25.05.-03.06.2026) einen Schwerpunkt auf die Abwehr hybrider Bedrohungen in Wilhelmshaven gelegt. Das Ziel war die Bewertung der Situation vor Ort, die Verdichtung sicherheitsbehördlicher Erkenntnisse sowie die Weiterentwicklung der Einsatzstrategie im Umgang mit hybriden Bedrohungssituationen.

Wilhelmshaven wurde von den Sicherheitsbehörden für diesen Schwerpunkteinsatz ausgewählt, da sich dort mehrere Einrichtungen der „Kritischen Infrastruktur“ (KRITIS) – wie Hafenanlagen, Energieversorgung usw. – befinden. Während dieses Schwerpunkteinsatzes wurden unter anderem Drohnenpiloten überprüft und weitere Maßnahmen zur Gefahrenabwehr gegen Personen ergriffen. Einige dieser Maßnahmen erstreckten sich über Niedersachsen hinaus. So wurde auf der Grundlage der Gefahrenabwehr ein Privathaus in Schleswig-Holstein durchsucht. Die gewonnenen Erkenntnisse haben jedoch den ursprünglichen Verdacht nicht bestätigt. Nach dem aktuellen Stand gibt es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung oder strafbare Handlungen.

Der Einsatz zielte darauf ab, potenzielle Gefährdungssituationen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Die durchgeführten Maßnahmen trugen dazu bei, vorhandene Erkenntnisse zu überprüfen, potenzielle Risiken im Umfeld kritischer Infrastrukturen umfassend zu bewerten und das Lagebild zu schärfen.

Neben dem LKA Niedersachsen waren auch die Polizeidirektion Oldenburg und die Landespolizei Schleswig-Holstein beteiligt. Das LKA Niedersachsen wird auch zukünftig den Fokus auf die hybride Bedrohungslage legen und konkreten Hinweisen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden konsequent nachgehen.

Weitere Informationen zu diesem Einsatz gibt das LKA Niedersachsen nicht bekannt.

Hintergrund: Hybride Bedrohungen

Hybride Bedrohungen bezeichnen koordinierte und synchronisierte verschiedene Formen illegitimer Einflussnahme auf Staaten durch fremde staatliche oder nichtstaatliche Akteure – unter koordiniertem Einsatz verschiedener Methoden diplomatischer, militärischer, wirtschaftlicher oder technologischer Natur. Dazu gehören unter anderem Sabotage, Spionage, Desinformation und Cyberangriffe. Diese Mischung erschwert es, den Ursprung und die Absicht eines Angriffs schnell zu erkennen.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12.917 Fälle registriert, wobei 4.662 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 3.226, darunter 2.212 Männer, 1.014 Frauen und 788 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 13.218, wobei 5.070 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3.422, darunter 2.310 Männer, 1.112 Frauen und 950 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 12.917 13.218
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.662 5.070
Anzahl der Verdächtigen 3.226 3.422
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.212 2.310
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.014 1.112
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 788 950

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24