Ein schwerer Verkehrsunfall verändert das Leben in Sekundenbruchteilen. Zum bundesweiten Tag der Verkehrssicherheit greift die Polizeidirektion Osnabrück Hauptursachen für Unfälle auf.
Sicherheit im Verkehr: Polizei Osnabrück sensibilisiert für Risiken

Osnabrück (ost)
Ein schwerer Autounfall kann das Leben in Sekunden verändern – und wäre fast immer vermeidbar gewesen. Anlässlich des bundesweiten Tags der Verkehrssicherheit am Samstag (20. Juni) thematisiert die Polizeidirektion Osnabrück die Hauptursachen für schwere Unfälle: Geschwindigkeit und Fahrtauglichkeit.
Trotz des Rückgangs der Verkehrstoten in der Direktion im letzten Jahr auf 70 bleiben die Risiken hoch. Insbesondere die Unfälle mit E-Scootern sind um rund 45 Prozent gestiegen – von 2024 auf 2025 – auf 374 Fälle. Von Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln verfolgt die Polizei daher zwei parallel laufende Wege: Aufklärung vor Ort zum Anfassen und gleichzeitig gezielte Kontrollen auf den Straßen der Region.
Die Dienststellen der Polizeidirektion haben ein umfangreiches und interaktives Programm für die Bürgerinnen und Bürger auf die Beine gestellt:
Region Osnabrück: Auf dem Marktplatz in Bersenbrück dreht sich heute (18. Juni) von 14 bis 20 Uhr alles um den sicheren Umgang mit dem Fahrrad, dem Pedelec oder dem E-Scooter – inklusive Teststrecke. Unter dem Motto der landesweiten Kampagne „Helm tragen. Kopf bewahren.“ informiert die Polizei zeitgleich am Marienhospital über die lebenswichtige Kopfschutzes. Am kommenden Samstag (20. Juni) erwartet die Menschen zudem auf dem Osnabrücker Theatervorplatz ein echtes Highlight: Hier kann jeder im Überschlagsimulator testen, wie sich ein Unfall anfühlt, oder auf einer „Blindflugstrecke“ erleben, wie gefährlich schon ein kurzer Blick auf das Smartphone am Steuer ist.
Emsland / Grafschaft Bentheim: Am Sonntag (21. Juni) heißt es wieder: „PoliTour“. Bei dieser gemeinsamen Motorradausfahrt von Bikern und der Polizei gibt es auf der Strecke durch das Emsland, die Grafschaft Bentheim und das benachbarte Steinfurt (NRW) alle 30 Minuten kurze, knackige Sicherheitstipps von den Profis. Am Ziel wartet dann ein praktisches Fahrtraining auf die Teilnehmer.
Ostfriesland: In Wittmund dreht sich am „Tag der Verkehrswacht“ alles um den Schutz von Radfahrenden. Das Team vor Ort gibt praktische Tipps zum Tragen des Helms und stanzt oder klebt auf Wunsch ein individuelles Kennzeichen auf den Rahmen, das Diebe abschreckt und gestohlene Räder schneller zurückbringt.
Das Programm wird durch Aktionstage an Schulen ergänzt, bei denen Sechstklässler live erleben, wie leicht man im „Toten Winkel“ eines Lastwagens übersehen werden kann.
Aufklärung und Präsenz auf der Straße gehen Hand in Hand. Daher wird die Polizei in den kommenden Tagen im gesamten Direktionsbereich gezielt die Geschwindigkeit und die Fahrtauglichkeit aller Verkehrsteilnehmer kontrollieren. Ziel ist es, Risiken im täglichen Miteinander konsequent zu minimieren und schwere Unfälle zu verhindern.
Laura Christin Brinkmann, Pressesprecherin der Polizeidirektion Osnabrück, erklärt: „Jeder schwere Unfall ist einer zu viel. Dass die Zahlen insgesamt sinken, ist gut – sorgen macht uns allerdings der deutliche Anstieg bei den E-Scooter-Unfällen. Uns geht es bei unseren Aktionen nicht um Knöllchen, sondern darum, die Menschen für die Gefahren auf den Straßen zu sensibilisieren. Wer jedoch gegen die Regeln verstößt oder andere gefährdet, muss mit Konsequenzen rechnen. Am Ende zählt nur eines: Sicher und gesund ankommen.“
Die Aktionstage sind Teil der langfristigen Fachstrategie Verkehr. Die Polizei appelliert: Fuß vom Gas, Finger weg vom Smartphone und niemals berauscht ans Steuer. Verkehrssicherheit beginnt bei jedem Einzelnen.
Quelle: Presseportal








