Hannover verzeichnet Rückgang der Kriminalität und stärkt Zusammenarbeit zwischen Polizei, Stadt und aha
Sicherheitsbericht Hannover 2025

Hannover (ost)
Heute haben die Landeshauptstadt Hannover und die Polizeidirektion Hannover den gemeinsamen Sicherheitsbericht 2025 vorgestellt. Neben der Entwicklung der Kriminalität werden auch Informationen zur Arbeit der Polizei und den kommunalen Ordnungsbehörden sowie zur Entwicklung in den Bereichen Sauberkeit und Abfallentsorgung gebündelt. Der Bericht verdeutlicht das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren, die maßgeblich zur Sicherheit und Lebensqualität im öffentlichen Raum beitragen.
Die Kriminalitätslage hat sich positiv entwickelt, jedoch bleiben Gewaltkriminalität und Messerangriffe weiterhin zentrale Herausforderungen. Der Bericht betont, dass Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum nur durch gemeinsames Handeln gewährleistet werden können.
“Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe und sie beginnt für uns als Stadt dort, wo Menschen ihren Alltag erleben: auf Straßen und Plätzen, in unseren Quartieren, an Haltestellen und in der Innenstadt. Deshalb setzen wir auf sichtbare Präsenz, konsequentes Handeln, gute Prävention und eine saubere Stadt. Wir wollen nicht nur, dass Hannover sicher ist, wir wollen, dass die Menschen diese Sicherheit auch jeden Tag spüren. Dafür arbeiten wir gemeinsam mit Polizei, aha und vielen weiteren Partnern”, äußerte Oberbürgermeister Belit Onay.
Die objektive Sicherheitslage hat sich 2025 in wichtigen Bereichen verbessert: Die Anzahl der erfassten Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik für Hannover ging von 72.317 auf 67.087 zurück. Dies entspricht einem Rückgang von rund 5.000 Straftaten im Vergleich zum Vorjahr – ein Rückgang um 7,2 Prozent. Die Gesamtkriminalität liegt somit auf dem zweitniedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 59 auf 61 Prozent. Die Gewaltkriminalität sank um etwa neun Prozent, die Zahl der Messerangriffe um etwa acht Prozent. Auch die Jugendgewalt ging deutlich zurück: von 461 tatverdächtigen Jugendlichen auf 341, ein Rückgang um 26 Prozent.
“Die positive Entwicklung der Kriminalitätslage ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass unsere gemeinsame Arbeit Wirkung entfaltet. Gleichzeitig dürfen wir uns auf diesen Ergebnissen nicht ausruhen. Insbesondere die Bekämpfung der Gewaltkriminalität und der Messerangriffe bleiben Schwerpunkte unseres Handelns, denen wir weiterhin mit aller Konsequenz begegnen”, erklärte Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten bei der heutigen Vorstellung.
Mehr Präsenz und moderne Verkehrsüberwachung
Die Stadt hat den Städtischen Ordnungsdienst personell verstärkt. Die Anzahl der Kontrollen stieg 2025 von 12.439 auf 21.905, was einem Plus von 76,1 Prozent entspricht. Zudem begannen die Ordnungsbotschafterinnen und Ordnungsbotschafter am 1. Juli 2025 ihre Tätigkeit. Der Sicherheitsbericht weist darauf hin, dass die höheren Zahlen auch auf die gestiegene Kontrolldichte und die verbesserte Erfassung zurückzuführen sind.
Bei der Parkraumüberwachung setzt die Landeshauptstadt auf Digitalisierung. Scan-Cars sollen in Zukunft eine deutlich höhere Kontrolldichte ermöglichen. Laut dem Bericht können mit einem Scan-Fahrzeug etwa zehnmal so viele Fahrzeuge überprüft werden wie bei herkömmlichen Fußkontrollen. Die Einführung erfolgt schrittweise; mögliche Verstöße werden weiterhin von Mitarbeitern geprüft.
Gemeinsames Handeln für mehr Sicherheit
Im Umfeld des Hauptbahnhofs und in der Innenstadt arbeiten Stadt, Polizei, Bundespolizei, DB Sicherheit, aha und weitere Partner eng zusammen. Gemeinsame Streifen, Schwerpunktkontrollen und ein kontinuierlicher Austausch ermöglichen ein abgestimmtes Vorgehen. Raubdelikte, Körperverletzungen und Messerangriffe stehen hier im Mittelpunkt.
“Mehr Präsenz, schnellere Reaktionswege und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern stärken die Sicherheit in Hannover. Der Städtische Ordnungsdienst, die Ordnungsbotschafter*innen und die Kolleg*innen der Stadtreinigung leisten dazu jeden Tag einen sichtbaren und wichtigen Beitrag. Unser Ziel ist ein Hannover, das Sicherheit und Sauberkeit für die Menschen erlebbar macht in allen Stadtteilen und im täglichen Miteinander”, sagte Ordnungsdezernet Axel von der Ohe.
Sauberkeit als Teil von Sicherheit und Lebensqualität
Seit 2023 fließt auch die Jahresbilanz von aha in den gemeinsamen Sicherheitsbericht ein. Die Sauberkeit des öffentlichen Raums, die Aufenthaltsqualität und das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger stehen im Zusammenhang. Der Bericht verdeutlicht, dass Sicherheit im öffentlichen Raum nicht nur die Verhinderung und Verfolgung von Straftaten umfasst: auch ein attraktives, gepflegtes und geordnetes Umfeld trägt zur Sicherheit und Lebensqualität bei.
2025 wurden etwa 1.484 Tonnen illegaler Abfälle entsorgt und an 29.156 Stellen Abfallablagerungen beseitigt. Die Müllmelde-App wurde von 67.108 Personen genutzt.
“Stadtsauberkeit ist ein wesentlicher Bestandteil für das Sicherheitsgefühl in unserer Stadt, daher arbeiten wir Hand in Hand mit Stadt und Polizei zusammen. Wenn Straßen und Plätze gepflegt sind, steigt die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum spürbar. Unsere Teams arbeiten täglich, um Müll schnell zu beseitigen und Hannover sauber zu halten, denn ein ordentliches Umfeld stärkt das Wohlbefinden aller Bürgerinnen und Bürger”, sagte Simon Grabow, Leiter der Stadtreinigung bei aha.
Der vollständige Sicherheitsbericht ist unter: https://www.pd-h.polizei-nds.de/kriminalitaet/kriminalitatsverteilung-in-hannover-2020-bis-2025-vorstellung-des-achten-sicherheitsberichts-115041.html abrufbar.
Quelle: Presseportal








