Im Landkreis Stade wurden Opfer von Betrügern um fast 50.000 Euro betrogen. Die Täter gaben sich als Bankmitarbeiter aus und überzeugten die Geschädigten, hohe Geldsummen zu überweisen.
Stade: Falsche Bankmitarbeiter am Telefon

Stade (ost)
Im Februar gab es im Landkreis Stade mindestens zwei Betrugsfälle, bei denen die Opfer um beträchtliche Geldbeträge betrogen wurden.
In einem Fall täuschten bisher unbekannte Täter am Telefon vor, Bankmitarbeiter zu sein, und überzeugten den Angerufenen über mehrere Tage hinweg fast eine ganze Woche lang, durch falsche Informationen fast 30.000 Euro online und am Bankschalter in einer Filiale auf fremde Konten zu überweisen. Ein Vorwand der „Bankmitarbeiter“ war, dass das Konto vor Viren geschützt werden müsse und verdächtige Transaktionen überprüft werden müssten. Die Anrufe wurden von mehreren Personen durchgeführt oder innerhalb der Bank weitergeleitet, wobei stets die regulären Telefonnummern der Banken angezeigt wurden.
Im zweiten Fall gaben sich die Täter ebenfalls als Bankangestellte aus der Betrugsabteilung der Bank aus und behaupteten, dass es einen Hackerangriff auf die Konten gegeben habe. Durch geschicktes Argumentieren und den Versand von E-Mails wurden die Opfer dazu gebracht, ihre Zugangsdaten zu ändern und preiszugeben. Dadurch konnten die Täter schließlich 18.000 Euro vom Konto abbuchen.
In beiden Fällen hatten die Täter offenbar betrügerisch Konto- und Adressdaten der Opfer erhalten und konnten so das Vertrauen der Angerufenen gewinnen.
Polizeisprecher Rainer Bohmbach kommentierte dazu:
„Grundsätzlich werden Banken Sie nicht anrufen und Transaktionen am Telefon verlangen. Geben Sie keine Informationen bei solchen Anrufen preis und legen Sie einfach auf. Lassen Sie sich nicht von überzeugenden Geschichten dazu verleiten, Geld zu überweisen. Informieren Sie sofort die Polizei. Informieren Sie auch Freunde, Bekannte, Nachbarn und Verwandte über diese Betrugsmaschen und helfen Sie so, Taten zu verhindern.“
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12.917 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 13.218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4.662 im Jahr 2022 auf 5.070 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3.226 im Jahr 2022 auf 3.422 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 2.212 männlich, 1.014 weiblich und 788 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 gemeldeten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 12.917 | 13.218 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.662 | 5.070 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.226 | 3.422 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.212 | 2.310 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.014 | 1.112 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 788 | 950 |
Quelle: Bundeskriminalamt








