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Stadt Aurich: Blitzeinschläge bei Gewittern

Eine Unwetterfront sorgte für vermehrte Blitzeinschläge in Gebäude und Bäume, darunter auch ein Dachstuhlbrand in Middels.

Die Westerlooger Straße war in Höhe der Einsatzstelle rund eine Stunde voll gesperrt. Foto: Sönke Geiken (Stadtfeuerwehr Aurich)
Foto: Presseportal.de

Stadt Aurich (ost)

Ein weiteres schweres Unwetter hat das Stadtgebiet Aurichs zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen erneut getroffen und zu mehreren Einsätzen geführt. Letztes Wochenende waren es hauptsächlich starke Windböen, die an vielen Stellen abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume verursachten. Diesmal jedoch schlugen vermehrt Blitze in Gebäude sowie Baumstämme und -kronen ein. Ein resultierender Dachstuhlbrand im Ortsteil Middels endete dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehrleute glimpflich.

Um 23 Uhr zog die erste Gewitterzelle vorbei, traf aber zunächst die umliegenden Gemeinden Ihlow und Südbrookmerland stärker. Aufgrund der zunehmenden Einsätze im südlichen Landkreis Aurich aktivierte die Wittmunder Regionalleitstelle kurz darauf die Technische Einsatzleitung, die in Middels stationiert und für diesen Bereich zuständig ist. Wenige Minuten später wurde die Drehleiter der Feuerwehr Aurich zu einem gemeldeten Scheunenbrand in Moordorf entsandt, musste aber vor Ort nicht eingreifen.

Um 00:02 Uhr wurde die Feuerwehr Middels in den Esenser Postweg gerufen, nachdem ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen hatte. Die Einsatzkräfte kontrollierten das von mehreren Parteien bewohnte Gebäude ausführlich, fanden jedoch keinen Brandherd. Ein paar Stunden später musste die Feuerwehr Sandhorst zum Energie-Erlebnis-Zentrum am Osterbusch ausrücken, da der Aufzugsalarm auf einen technischen Defekt zurückzuführen war.

Ab 05:00 Uhr traf eine weitere Gewitterzelle vor allem die östlichen Ortsteile Aurichs. Neben starkem Niederschlag und teilweise Hagelschauern schlug ein Blitz in der Westerlooger Straße in den Dachstuhl eines Wohnhauses ein und setzte ihn in Brand. Die Feuerwehren Middels, Plaggenburg und Sandhorst, die Drehleiter der Feuerwehr Aurich und die Feuerwehr Ardorf aus dem Nachbarlandkreis Wittmund wurden aufgrund des Notrufs alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte trafen schnell vor Ort ein und begannen sofort mit den Löscharbeiten.

Während die Flammen im Giebelbereich von außen eingedämmt werden konnten, entfernten Atemschutzgeräteträger im Inneren die betroffenen und teilweise angebrannten Segmente der Dämmwolle aus dem Dachstuhl. Auch wenn das Gewitter über der Einsatzstelle das Einsetzen der Drehleiter aus Sicherheitsgründen verhinderte, konnte das schnelle Eingreifen der Feuerwehren eine weitere Brandausbreitung verhindern. Rettungsdienste, Deutsches Rotes Kreuz Aurich, der Energieversorger und die Polizei waren ebenfalls im Einsatz.

Das einsetzende Tageslicht enthüllte Sturmschäden im Ortsteil Brockzetel. Mehrere größere Äste, Teile der Kronen bis hin zu ganzen Bäumen waren in den Straßen Dammweg, Zum Kanal, Düvelsmeerweg, Brockzeteler Straße, Meerweg und Siedlerstraße abgebrochen, umgestürzt oder drohten herabzufallen. Neben der Feuerwehr Brockzetel wurde auch die Feuerwehr Wiesens frühzeitig zur Beseitigung der Schäden gerufen. Der Bau- und Betriebshof der Stadt Aurich half ebenfalls beim Entfernen der Rückstände. Gegen 11:00 Uhr am Vormittag war die letzte Einsatzstelle erfolgreich abgearbeitet. Anwohner versorgten die Feuerwehrkräfte zwischenzeitlich mit Getränken.

Im Meerweg hatten Blitzeinschläge zwei Bäume stark beschädigt. Die herausgebrochenen Teile der Krone einer Eiche konnten mit dem Rettungskorb der nachgeforderten Drehleiter der Feuerwehr Aurich zurückgeschnitten werden. Ein angrenzender Baum war bereits aufgespalten worden, was ein vollständiges Abtragen zur Vermeidung eines späteren Umstürzens erforderlich machte. Nach etwa einer Stunde anstrengender Sägearbeit blieb nur noch der Hauptteil des massiven Stammes übrig, der schließlich mit der Seilwinde des von der Feuerwehr Sandhorst angerückten Rüstwagens umgelegt wurde. Schließlich musste eine Kettensäge zum Einsatz kommen.

Quelle: Presseportal

nf24