Die Polizeiinspektion Diepholz hat ein neues Schulwegkonzept gestartet, um die Verkehrssicherheit für Kinder zu erhöhen und Verkehrsteilnehmende zu sensibilisieren.
Start des Schulwegkonzepts der Polizeiinspektion Diepholz

Diepholz (ost)
Am 08.04.2026 hat die Polizeiinspektion Diepholz – rechtzeitig zum ersten Schultag nach den Ferien – mit der Implementierung eines neuen Schulwegkonzepts begonnen. Dieses wird zunächst im Bereich des Polizeikommissariats Syke umgesetzt. Das Ziel der Maßnahmen ist es, die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr langfristig zu verbessern und alle Verkehrsteilnehmenden für typische Gefahren auf dem Schulweg zu sensibilisieren.
Im Mittelpunkt stehen vor allem die Zeiten rund um den Schulbeginn und das Schulende. Die Polizei führt hier angepasste Kontrollen an verschiedenen Schulen und auf viel befahrenen Schulwegen durch. Dabei geht es nicht nur um die Bestrafung von Verkehrsverstößen, sondern vor allem um Prävention und Aufklärung.
Ein spezieller Fokus liegt auf dem Verhalten von Radfahrern und Nutzern von E-Scootern. Häufige Unfallursachen sind beispielsweise das Fahren auf der falschen Straßenseite, das Missachten von Vorfahrtsregeln oder das Befahren von Gehwegen, obwohl dies nicht erlaubt ist. Auch die Einhaltung von Regeln in Fahrradstraßen wird verstärkt überwacht.
Zusätzlich überprüft die Polizei unter anderem die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen in der Nähe von Schulen, das Verhalten an Zebrastreifen sowie die ordnungsgemäße Sicherung von Kindern in Fahrzeugen. Technische Mängel an Fahrrädern werden angesprochen und – wo sinnvoll – zunächst mit einer Mängelmeldung anstatt einer direkten Strafe geahndet.
Die ersten Kontrollen am heutigen Tag verliefen erfreulicherweise größtenteils unauffällig – es wurden nur wenige Verstöße festgestellt. Dies zeigt, dass viele Verkehrsteilnehmer bereits verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll im Umfeld von Schulen agieren.
Die Maßnahmen werden bewusst nicht flächendeckend oder dauerhaft an allen Schulen durchgeführt, sondern flexibel und je nach Bedarf. Das Schulwegkonzept ist vorerst bis zum Ende des Jahres geplant und wird später hinsichtlich seiner Effektivität bewertet.
Das Konzept wird von Kontaktbeamten KOK Dierk Westermann und der Verkehrssicherheitsberaterin POKin Johanna Hoffmeister begleitet, die vor allem im Bereich Prävention und Aufklärung tätig sind.
Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer, besonders in der Nähe von Schulen aufmerksam und vorausschauend zu fahren. Eltern werden gebeten, ihre Kinder auf den Schulweg vorzubereiten und – wenn möglich – auf das sogenannte „Elterntaxi“ zu verzichten oder besonders umsichtig zu handeln.
Mit dem Schulwegkonzept setzt die Polizeiinspektion Diepholz ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit – insbesondere zum Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmer.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Niedersachsen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 211.737 Unfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtunfälle aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 173.330, was 81,86% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








