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Thüringen: Einbruch in Duderstädter Optikergeschäft

Polizei sucht Hinweise zu überregional agierender Tätergruppe. Versuchter Einbruch mit Hebelwerkzeugen, Täter flüchteten ohne Beute.

Collage Tatverdächtige Duderstadt, Quelle: Polizei
Foto: Presseportal.de

Göttingen (ost)

DUDERSTADT (ab) – Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung im Zusammenhang mit einer Reihe von Einbrüchen in Optikergeschäfte in Südniedersachsen, Nordthüringen und Nordhessen. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf einem versuchten Einbruch in ein Fachgeschäft in Duderstadt (Landkreis Göttingen), bei dem bisher unbekannte Täter auf Video festgehalten wurden.

Derzeitigen Ermittlungen zufolge versuchten vier bisher unbekannte, dunkel gekleidete und maskierte Männer am Donnerstagabend (20.02.2026) zwischen 22:20 und 22:29 Uhr, in ein Brillenfachgeschäft in der Marktstraße in Duderstadt einzubrechen. Die Täter gelangten über eine Unterführung vom Marktstraßenbereich zum Sternparkplatz und hielten sich dort am Personaleingang auf.

An der Zugangstür und einem angrenzenden Fenster setzten sie mehrmals Hebelwerkzeuge an. Beide Elemente wurden erheblich beschädigt und wiesen eindeutige Einbruchsspuren auf. Den Tätern gelang es jedoch nicht, in die Geschäftsräume einzudringen. Anschließend flüchteten sie in unbekannte Richtung.

Die Tat wurde am nächsten Morgen von Mitarbeiterinnen des Geschäfts entdeckt, die beim Betreten des hinteren Eingangs die Beschädigungen bemerkten und sofort die Polizei alarmierten.

Im Rahmen der Ermittlungen konnten Videoaufnahmen einer Überwachungskamera gesichert werden. Diese zeigen mehrere Männer, die zur Tatzeit am Ort waren und offensichtlich versuchten, Tür und Fenster aufzuhebeln (FOTOS).

Zusammenhang mit weiteren Vorfällen in Nordthüringen und Nordhessen

Nach aktueller Einschätzung steht der versuchte Einbruch in Duderstadt mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit weiteren Einbrüchen in Optikergeschäfte in benachbarten Bundesländern. In Mühlhausen und Bleicherode (beide Thüringen) kam es zu vollendeten Taten, bei denen mehrere hundert Brillengestelle und hochwertige optische Geräte gestohlen wurden. Der entstandene Schaden liegt in einigen Fällen im sechsstelligen Bereich. Auch aus Nordhessen gibt es Hinweise auf ähnliche Vorfälle.

Die Vorgehensweise ist in allen Fällen nahezu identisch: Mehrere Täter, maskiert und dunkel gekleidet, arbeiten in den Abend- und Nachtstunden zusammen, hebeln gewaltsam Türen oder Fenster auf und haben es gezielt auf hochwertige Brillenfassungen und optische Geräte abgesehen. Aufgrund dieser Parallelen gehen die Ermittlungsbehörden von einer überregional agierenden Bande aus.

Öffentliche Fahndung nach gerichtlicher Anordnung

Da die Identität der Verdächtigen bisher nicht festgestellt werden konnte und die bisherigen Ermittlungen keine konkreten Hinweise auf die Täter erbracht haben, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen beim Amtsgericht Göttingen die Veröffentlichung der vorhandenen Bildaufnahmen angeordnet. Ziel ist es, durch Hinweise aus der Bevölkerung neue Ermittlungsansätze zu erhalten und die Täter zu identifizieren.

Die entsprechenden Bilder der Tatverdächtigen werden im Rahmen der öffentlichen Fahndung über die üblichen Polizeikanäle und geeignete Medienplattformen veröffentlicht.

Zeugenaufruf

Die Polizei bittet insbesondere Personen, die am Donnerstag, 20. Februar 2026, zwischen 22:00 und 22:35 Uhr in der Marktstraße, der Unterführung zum Sternparkplatz oder auf oder in der Nähe des Sternparkplatzes in Duderstadt verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, um Hinweise. Besonders interessant sind Beobachtungen zu vier dunkel gekleideten und maskierten Männern, die sich zur Tatzeit im hinteren Bereich des Optikergeschäfts aufgehalten haben könnten.

Auch Hinweise auf Personen, die sich vor oder nach der Tat auffällig in der Nähe des Tatorts bewegt haben, sowie auf mögliche Fluchtfahrzeuge können für die Ermittlungen wichtig sein. Hinweise nimmt die Polizei in Duderstadt unter Telefon 05527/8461-0 entgegen.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 258 auf 225 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 380 auf 315, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 329 auf 269 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 51 auf 46 gesunken ist. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen ging von 152 auf 127 zurück. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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