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Tötungsdelikt: Haftbefehl gegen 18-Jährigen erlassen

27-Jähriger verstirbt aufgrund Stichverletzungen in Mehrfamilienhaus. Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

Foto: Depositphotos

Lüneburg (ost)

++ Mordfall: 18-Jähriger in Haft ++ 27-Jähriger stirbt an Stichverletzungen in Wohnhaus ++ Untersuchungen zum Mord und den Hintergründen laufen weiter ++

Lüneburg

Ein Haftbefehl wegen Totschlags wurde von einer Richterin am Amtsgericht Soltau (Bereitschaftsgericht) nach Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Abend des 31.01.26 gegen einen 18-jährigen Heranwachsenden aus Lüneburg erlassen. Am 30.01.26 gegen 13:30 Uhr kam es zu einem Streit zwischen dem 18-Jährigen und einem 27-jährigen Bewohner, bei dem der 27-Jährige schwerwiegende Stichverletzungen erlitt. Trotz Notversorgung verstarb er am Nachmittag im Lüneburger Klinikum aufgrund der Schwere der Verletzungen (siehe auch Pressemitteilung vom 30.01.26). Die Polizei sicherte ein Küchenmesser als mutmaßliches Tatwerkzeug.

Die Ermittler des Fachkommissariates für Tötungsdelikte und der Spurensicherung führten am 30.01.26 gemeinsam mit der Lüneburger Tatortgruppe verschiedene Maßnahmen durch. Gleichzeitig wurde der Leichnam des 27-Jährigen von der Rechtsmedizin in Hamburg obduziert.

Neben dem 18-Jährigen wurde am 30.01. auch ein 40-Jähriger vorübergehend festgenommen. Nach weiteren Untersuchungen und Vernehmungen erhärtete sich der Verdacht gegen ihn nicht, so dass er in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg am 31.01. entlassen wurde.

Die Untersuchungen zu den Hintergründen und dem Ablauf des Streits dauern weiterhin an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 329 auf 269 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 51 auf 46 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich von 152 auf 127. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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