Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Tötungsdelikt in U-Haft: Beschuldigter ermittelt

Ein 49-jähriger Mann steht im Verdacht, eine 73-jährige Frau in Wolfsburg getötet und in Lehre versteckt zu haben. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung stellte er sich der Polizei.

Foto: Depositphotos

Wolfsburg (ost)

Wolfsburg/ Lehre, 19.08.2026

Im Zuge intensiver Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig und der Polizei Wolfsburg wurde ein 49-jähriger Verdächtiger identifiziert, der dringend verdächtigt wird, das Tötungsdelikt vom 22.07.2026 begangen zu haben. Ein Passant hatte die Leiche einer 73-jährigen Frau im Waldstück “Essehofer Holz” bei Lehre entdeckt (wie berichtet). Heute wurde gegen ihn ein Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen traf der Verdächtige am Tattag in der City Galerie in Wolfsburg auf die 73-jährige Frau und verletzte sie tödlich. Mit ihrem Auto brachte der 49-Jährige das Opfer dann in das Waldstück bei Lehre. Anschließend fuhr er mit dem Auto weiter nach Berlin, wo das Fahrzeug am 29.07.2026 gefunden wurde. Die Umstände und Hintergründe der Tat werden derzeit untersucht.

Nach einer gestrigen öffentlichen Fahndung gingen mehrere Hinweise auf die gesuchte Person bei der Polizei ein. Am Abend meldete sich der Verdächtige selbst bei der Polizei und gab an, die gesuchte Person zu sein. Er machte keine weiteren Angaben. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung der Bevölkerung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig wurde der Verdächtige am Mittwochmittag einem Haftrichter am Amtsgericht Braunschweig vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl, woraufhin der Verdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 258 auf 225 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 380 auf 315, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24