Ein 17-Jähriger griff einen Mann nach Streit an Haltestelle mit Messer an. Opfer schwer verletzt, Täter festgenommen und Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Tötungsdelikt: Jugendlicher verletzt Mann mit Messerstichen

Hannover (ost)
Am Freitag, dem 20.02.2026, hat ein 17-jähriger Jugendlicher einen Mann nach einem anfänglich verbalen Streit mit einem Messer angegriffen. Der 32-jährige Mann erlitt schwere Verletzungen durch mehrere Stichwunden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Verdächtige wurde in der Nähe festgenommen, leistete jedoch Widerstand. Es wurde eine Untersuchung wegen versuchten Totschlags eingeleitet.
Gemäß den bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes befand sich der 17-Jährige am Freitagabend gegen 20:30 Uhr am Bahnsteig der Stadtbahnhaltestelle Leinhausen im Stadtteil Stöcken. Kurz danach geriet er in einen gewalttätigen Konflikt mit einer 14-Jährigen. Ein 32-jähriger Mann, der mit einem Freund den Streit beobachtete, zeigte Mut und sprach den 17-Jährigen an. Daraufhin begann ein zunächst verbaler Streit zwischen den beiden Männern. Plötzlich griff der Jugendliche mit einem Messer an und verletzte den 32-Jährigen durch mehrere Stiche.
Der Verletzte konnte in eine einfahrende Stadtbahn fliehen und wegfahren. Aus dem Zug heraus setzte er einen Notruf ab und stieg an der nächsten Haltestelle (Stadtfriedhof Stöcken) aus, wo er vom alarmierten Rettungsdienst versorgt wurde. Ein Rettungswagen brachte den Mann mit potenziell lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht jedoch keine Lebensgefahr.
Unterdessen gelang es der herbeigeeilten Polizei, den Verdächtigen in der Nähe zu stellen und festzunehmen. Der Jugendliche leistete dabei Widerstand. Auch das Messer, welches der Verdächtige zwischenzeitlich weggeworfen hatte, konnte von der Polizei sichergestellt werden. Der 17-Jährige wurde in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft wertete die Tat als versuchten Totschlag. Es wurde ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet. /ram
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist ebenfalls gesunken, von 258 im Jahr 2022 auf 225 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist von 380 auf 315 gesunken, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








